Neue Brücke

Dieses Raumschiff soll im Osten Berlins landen

Eine neue Brücke für Fußgänger und Radfahrer soll am Knotenpunkt von B1/B5 und B158 entstehen.

Der Fuß- und Radverkehr soll an dem Knotenpunkt  eine von vier Seiten zugängliche kreisförmige Brückenanlage erhalten.

Der Fuß- und Radverkehr soll an dem Knotenpunkt eine von vier Seiten zugängliche kreisförmige Brückenanlage erhalten.

Foto: SenUVK

Berlin. Im Berliner Osten soll eine spektakuläre neue Fußgänger- und Radfahrerbrücke entstehen. Wie der Senat am Dienstag mitteilte, soll das neue Brückenbauwerk über dem Knotenpunkt Alt-Friedrichsfelde/Alt-Biesdorf (B1/B5) und der Märkischen Allee (B158) entstehen. Das Besondere: Radfahrer und Fußgänger erhalten eine eigene Verteilerebene.

Die Brücke ist Teil der Planungen der Tangentialen Verbindung Ost (TVO), eine geplante Nord-Süd-Straße zwischen den Bezirken Marzahn-Hellersdorf und Treptow-Köpenick. Sie soll die B158 nach Süden verlängern und dabei angrenzende Ortsteile wie Friedrichsfelde, Karlshorst, Biesdorf oder Köpenick von Verkehr entlasten.

Dafür sind zwei Fahrzeug-Spuren je Richtung geplant, flankiert von einem insgesamt vier Meter breiten Zwei-Richtungs-Radweg (pro Richtung 2 Meter) und einem 2,40 Meter breiten Gehweg. Die rund 7,2 Kilometer lange Verbindung verläuft zwischen der Bundesstraße B1/B5 (Knotenpunkt Märkische Allee) im Norden und der Straße An der Wuhlheide (Knotenpunkt Spindlersfelder Straße) im Süden kurz vor der Wilhelm-Spindler-Brücke über die Spree. Auch eine Busverbindung über die TVO ist geplant.

TVO in Berlin: Kreuzung mit drei Ebenen geplant

Um am nördlichsten Knotenpunkt, B1/B5 und Märkische Allee, bei hoher Belastung sichere Verkehrslösungen zu schaffen und den Flächenverbrauch zu minimieren, soll diese Kreuzung auf drei Ebenen gebaut werden: Der Kfz-Verkehr im Zuge der B1/B5 wird dabei in Tunnellage, der Kfz-Verkehr der TVO/Märkische Allee wird ebenerdig geführt. Der Fuß- und Radverkehr erhält darüber eine von vier Seiten zugängliche kreisförmige Brückenanlage.

Die Baumaßnahme wird im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ mit 90 Prozent Bundesmitteln gefördert. Der zehnprozentige Eigenanteil Berlins ist im Doppelhaushalt 2020/2021 und der Finanzplanung für die Jahre 2019 bis 2023 mit 155 Millionen Euro berücksichtigt. Die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens ist frühestens im Jahr 2022 möglich.