Reinigung

An diesen zwölf Schulen wird ab 2020 auch tagsüber gereinigt

Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf beschließt die Einführung der Tagesreinigung in Schulen. Sechs Stunden sind vorgesehen.

An zwölf Schulen im Bezirk Marzahn-Hellerdorf wird es ab 2020 eine Tages- und Bedarfsreinigung geben.

An zwölf Schulen im Bezirk Marzahn-Hellerdorf wird es ab 2020 eine Tages- und Bedarfsreinigung geben.

Foto: Jens Büttner / dpa

Berlin.  Bereits Ende November wurde die Einführung der Tagesreinigung in Schulen in Marzahn-Hellersdorf beschlossen. Nun stehen die ersten zwölf Schulen fest, in denen ab nächstem Jahr tagsüber und in Bedarfsfällen gereinigt wird. An der Grundschule an der Mühle, der Kiekemal-Grundschule, der Grundschule an der Geißenweide, der Kolibri-Grundschule, der Grundschule am Schleipfuhl, der Ulmen-Grundschule, der Johann-Strauss-Grundschule, der Grundschule am Fuchsberg, der Regenbogen-Grundschule, der ISS Mahlsdorf, der Rudolf-Virchow-Oberschule und am Melanchthon-Gymnasium werde die Tages- und Bedarfsreinigung ab 2020 sukzessive eingeführt, sagte Bezirksstadtrat Gordon Lemm (SPD) in der letzten Bezirksverordnetenversammlung (BVV).

„Wir haben eine Prioritätenliste erarbeitet nach dem Kriterium, wie belastet die Schulen aktuell sind.“ Berücksichtigt werde die Anzahl der Schüler, insbesondere überbelegte Schulen, aber auch organisatorische Belange, wie Schulen, „die mit Auslagerungen und Transporten leben müssen.“Ziel sei es, die Tagesreinigung so schnell wie möglich auch an allen weiteren Grundschulen einzuführen.

Budget ist mit diesen zwölf Schulen vorerst verplant

Mit diesen zwölf Schulen ist das Budget jedoch vorerst verplant. Bereits nach Quartalsabschluss im nächsten Jahr wolle man jedoch schauen, wie viele nicht verbrauchte Mittel in der Haushaltswirtschaft für die Aufnahme von weiteren Schulen in das Konzept aufgewandt werden können. Über die Tagesreinigung in Schulen im Bezirk wurde schon seit längerem gestritten. Doch mit dem Beschluss seitens des Landes, die Tagesreinigung von Berliner Schulen finanziell zu unterstützen, scheint der Einführung auch im Bezirk nun nichts mehr im Wege zu stehen. „Wir können nun mit den Mitteln rechnen, die das Abgeordnetenhaus für die Bezirke zur Verfügung gestellt hat“, so Lemm.

„Für das Jahr 2020 sind das insgesamt sieben Millionen und für 2021 neun Millionen.“ Dieser Betrag werde heruntergebrochen auf die Bezirke, die genaue Summe für Marzahn-Hellersdorf liege dem Bezirksamt noch nicht vor. „Wir haben erst mal konservativ mit 300.000 Euro gerechnet“, sagt der SPD-Politiker.

Sechs Stunden täglich sollen die Reinigungskräfte zusätzlich im Einsatz sein

Sechs Stunden täglich sollen die Reinigungskräfte zusätzlich in den Schulen im Einsatz sein. Das stellt nicht nur Marzahn-Hellersdorf vor Probleme. „Die Leistung der Schulreinigung wird von externen Anbietern eingekauft. Hier haben wir es mit einem sehr angespannten Markt zu tun“, gab Facilitiy-Management-Stadträtin Juliane Witt bereits vor einigen Wochen zu bedenken.

Die Linke bringt eine soziale Komponente ins Spiel. „Wäre es nicht sinnvoll, Reinigungskräfte an Schulen fest anzusiedeln, die dann auch für Lehrerinnen und Lehrer immer die selben Ansprechpartner sind?“, fragt der Fraktionsvorsitzender der Linken Bjoern Tielebein. In dem Fall würde das zusätzliche Reinigungsangebot erheblich teurer werden, da weiteres Personal für Urlaubs- und Krankheitsvertretung nötig wäre, argumentiert Schulstadtrat Gordon Lemm. Sozialpolitisch gesehen sei eine Rekommunalisierung der Reinigungskräfte sehr wünschenswert. „Dazu bräuchte es aber eine politische Mehrheit.“