Marzahn

Hoffnung für die Horror-Brücke am Bahnhof Ahrensfelde

Der Zustand des Bauwerks im Norden von Marzahn ist ein Ärgernis. Jetzt will die Deutsche Bahn endlich eingreifen.

Die Fußgängerbrücke am S-Bahnhof Ahrensfelde

Die Fußgängerbrücke am S-Bahnhof Ahrensfelde

Foto: Lorenz Vossen

Berlin. Für die Bewohner von Marzahn ist es ein Ort des Grauens. Heruntergekommen und baufällig, gezeichnet von Vandalismus. Bei Sommerhitze ist der Gestank unerträglich, Barrierefreiheit herrscht ohnehin nicht. Die Fußgängerbrücke am S-Bahnhof Ahrensfelde, die Marzahn-Nord mit Marzahn-West verbindet, ist ein Ärgernis. Seit vielen Jahren schon.

Doch jetzt will die Deutsche Bahn offenbar aktiv werden. Man führe derzeit Gespräche mit einer Kreativagentur und dem Quartiersmanagement des Bezirks, um eine Lösung für eine sinnvolle und nachhaltige Aufwertung der Brücke zu finden, heißt es in der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Kristian Ronneburg (Linke), die der Berliner Morgenpost vorliegt.

Mehr als 20 Jahre ist das Bauwerk zwar erst alt, der allgemein bauliche Zustand „in Ordnung“ so die Bahn. Auch ohne umfangreiche Sanierungen würde der „klassische Zweckbau“ noch einige Jahrzehnte durchhalten. Allerdings sei der optische Zustand trotz erheblicher Investitionen nicht zufriedenstellend, teilt das Unternehmen mit. 20.000 Euro betragen die Vandalismusschäden jedes Jahr.

„Ich begrüße es sehr, dass die Deutsche Bahn den Entschluss gefasst hat, nachhaltige Lösungen für den Zustand der Fußgängerbrücke entwickeln zu wollen“, sagt Linken-Politiker Ronneburg, der hofft, dass es die Anwohner in Zukunft keine Überwindung mehr kosten wird, die Brücke zu nutzen. Was genau an der Brücke gemacht wird und wann die Bauarbeiten losgehen sollen, ist allerdings noch unklar.

Denn um das Projekt in Gang zu bringen, muss auch noch die Senatsverkehrsverwaltung mit ins Boot geholt werden, man stimme sich da immer eng ab, heißt es bei der Bahn. Tatsächlich ist Ahrensfelde eine brandenburgische Gemeinde. Die S-Bahn-Station befindet sich aber auf Berliner Gebiet. Auch sollen bei der Planung die Bürger involviert werden.

„Bislang ist es nicht gelungen, alle Beteiligten an einem Tisch zu bringen, noch ist nichts in Sack und Tüten“, sagt André Isensee vom Quartiersmanagement Marzahn NordWest. Isensee hofft auf eine langfristige Lösung. Auf Dauer habe die Brücke keine „städtebauliche Zukunft“, ein Neubau sei die beste Lösung.

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.