Überdurchschnittlich hoch ist die Kaufkraft der Anwohner. Dies stellt der neue „Quartiersführer Friedrichstraße“ fest, den die Firma Engel & Völkers Gewerbe Berlin jetzt vorgelegt hat. Der Immobilien-Spezialist hat dafür aktuelle Werte und Trends für die Einkaufsmeile erfasst. Demnach sind rund 90 Prozent der 642 Geschäfte im Quartier zwischen Leipziger Straße, Wilhelmstraße und Spreeufer vermietet.

Restaurants und Hotels dominieren das Quartier. Ihre Zahl liegt bei 174. Das sind 12 mehr als 2005, als Engel & Völkers die erste Studie verfasste. 13,5 Prozent der Gewerbeflächen werden von Dienstleistern wie Banken, Versicherungen und Reisebüros genutzt. 2005 lag der Anteil noch bei 11,9 Prozent. An der Friedrichstraße liegen 238 Läden. Lediglich zehn von ihnen stehen derzeit leer. „Das Quartier profiliert sich durch internationale Dienstleister und Einzelhandel“, sagt Stefan Heerde, Leiter Consulting von Engel&Völkers. Die Ladenmieten liegen zwischen 60 und 130 Euro je Quadratmeter. Die Spitzenwerte werden nahe der Kreuzung Friedrichstraße/Unter den Linden erzielt.

Rund 9300 Menschen wohnen im Quartier, ein Viertel von ihnen stammt aus dem Ausland. 60 Prozent derer, die an der Friedrichstraße einkaufen, sind Touristen.

Einen wichtigen Beitrag zur Popularität der Einkaufsmeile leistet das Internetportal www.friedrichstrasse.de . Die Web-Adresse werde etwa vier Millionen Mal pro Monat aufgerufen, sagte Rainer Boldt von der Interessengemeinschaft der Gewerbetreibenden an der Friedrichstraße. Er kündigte an, dass die Händler im Oktober Kernöffnungszeiten von 10 bis 20 Uhr in den Geschäften einführen wollen. Sie sollen montags bis sonnabends gelten.

saf