Der ehemalige Sitz des Ministeriums für Staatssicherheit soll mal zu einem Campus für Demokratie entwickelt werden. Doch die Gebäude des Komplexes an der Frankfurter Allee in Berlin-Lichtenberg sind in sehr schlechtem Zustand. Viele Gebäude stehen leer. Nun haben sich offenbar Fassadenteile gelöst und sind auf den Gehweg der Frankfurter Allee gefallen. Die zuständige BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH hat den Vorfall bestätigt.
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„Bei dem betroffenen Gebäude in der Frankfurter Allee 185/187 handelt es sich um ein von der BIM betreutes Gebäude. Wir können bestätigen, dass sich unterhalb der Ziegeldeckung ein Stück Putz gelöst hat“, teilt eine Sprecherin der BIM auf Nachfrage mit. Personen wurden nach Kenntnis der BIM nicht verletzt. Ein Hinweis zu dem bröckelnden Putz kam aus der Bevölkerung. Er geht mit der Kritik einher, dass das Land Berlin die Häuser verfallen lasse und man sich inzwischen vor „Steinschlag“ schützen müsse.
Schadhafte Fassade: Putz bröckelt, Bauzaun aufgestellt

Laut der Sprecherin der BIM habe man sich umgehend um die Sicherung der problematischen Stelle gekümmert. „Wir haben unverzüglich reagiert und den Vorgang als Havariefall gemeldet, damit die notwendigen Sicherungsmaßnahmen zeitnah eingeleitet werden“, so die Sprecherin. „Dazu gehören die Entfernung des losen Putzes sowie, falls erforderlich, eine vorübergehende Absicherung des betroffenen Bereichs, etwa durch einen Bauzaun.“ Dieser Bauzaun steht noch immer.
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Doch blickt man an der grauen Fassade entlang, wird deutlich, dass in der Vergangenheit bereits mehrfach Teile heruntergefallen sein müssen. Zum Teil sind große Stücke aus den Fensterbrettern herausgebrochen. Der Putz bröckelt an vielen Stellen. Die Balkone hat man wahrscheinlich aus Sicherheitsgründen längst entfernt. Risse ergänzen den schlechten Zustand.
Sanierung des Stasi-Komplexes: Historischer Ort soll modernisiert werden

Im Rahmen eines Bebauungsplanverfahrens sollen die Gebäude zwischen Frankfurter Allee und Normannenstraße, Ruschestraße und Magdalenenstraße saniert werden. Auch ein Neubau ist geplant. Die Verantwortung für das Vorhaben liegt bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Am 15. September hat das Abgeordnetenhaus einen Bericht zur Weiterentwicklung beschlossen. Klar ist, dass die Sicherung der vielen Häuser ohne Geld vom Bund nicht finanzierbar sein wird. Dieses hat der Bund aber bisher nicht zugesagt.
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Die Zentrale des Stasi-Ministeriums war ein Komplex aus gut 50 Häusern und Tausenden Büros. Zu DDR-Zeiten arbeiteten dort etwa 7000 Menschen. Von dort aus wurde die Überwachung und Unterdrückung der DDR-Bürger besteuert. Im Januar 1990, wenige Monate nach dem Mauerfall, stürmten Berlinerinnen und Berliner die Gebäude, um die Vernichtung der Akten zu verhindern. Heute ist der Ort ein Gedenk- und Lernort. Das Stasimuseum gehört zum Komplex.






