Im Norden von Karlshorst entsteht aktuell ein neues Quartier: der Zwieseler Hof. 321 neue Wohnungen werden hier gebaut. Zuletzt feierte das Projekt Richtfest. Der Rohbau der ersten Bauabschnitte ist damit abgeschlossen. Eine Fertigstellung der ersten Wohnungen ist noch in diesem Jahr geplant. Laut des Vorhabenträgers, der wvm Gruppe Berlin, handelt es sich dabei um 147 Eigentumswohnungen. Doch auch Mietwohnungen sind geplant – und zwar 174 Stück. Davon sollen 108 mietpreisgebundene Wohnungen sein. Diese sollen Mitte 2027 fertig werden.
Insgesamt sehen die Pläne ein „gemischtes Quartier“ mit begrüntem Innenhof vor. Auch begrünte Dachgärten für die Regenrückhaltung sind vorgesehen. Zusätzlich soll es zwei Spielplätze, 800 Fahrradstellplätze und 120 Pkw-Stellplätze in einer Tiefgarage geben. Die Wohnungen sind in vier- und fünfgeschossige Häuser aufgeteilt und sollen zwischen 30 und 119 Quadratmeter groß sein.
Doch das Projekt hat eine weitere Besonderheit: Das neue Quartier liegt nämlich in der Zwieseler Straße 164 in Berlin-Lichtenberg, ganz im Norden des Ortsteils Karlshorst. Damit liegt es direkt an der Grenze zum Ortsteil Friedrichsfelde – und somit auch in unmittelbarer Nachbarschaft zum Tierpark Berlin. Nur die Bahngleise der U-Bahnlinie 5 liegen dazwischen. Die neuen Bewohner des Zwieseler Hofs dürfen sich also auf besondere Nachbarn einstellen: nämlich Pinguine, Raubkatzen und Geier.
Zwieseler Hof: Neubauprojekt in Nachbarschaft zum Tiger-Gehege
Denn im Süden des Tierparks befinden sich unter anderem die Pinguin-Anlage, das Alfred-Brehm-Haus mit Tiger-Gehege sowie die Geier-Voliere. Gut möglich also, dass im Zwieseler Hof für die Bewohner bald das ein oder andere Tiergeräusch zu hören ist.

Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Martin Schaefer (CDU) lobte das Neubauprojekt, unabhängig vom Standort und den tierischen Nachbarn. Der Bezirk sei seit mehreren Jahren führend beim Neubau von Wohnungen. „Der Bezirk, seine Bevölkerung, die zugehörige Infrastruktur und Lebensqualität wachsen kontinuierlich“, sagte er. Bisher wurde das Gelände, auf dem der Wohnungsneubau entsteht, gewerblich genutzt. David Fischer, Geschäftsführer der wvm Gruppe Berlin, erklärte, dieses Gebiet verwandele sich nun in ein „attraktives und nachhaltiges Quartier“.
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Der Projektentwickler hob vor allem die voraussichtlich kurze Bauzeit hervor. Sollten die Eigentumswohnungen wie geplant bis Ende des Jahres fertig sein, wären sie nur 20 Monate nach Spatenstich bezugsfertig.




