Gute Nachrichten aus dem Tierheim Berlin: Die für Vögel hochansteckenden Newcastle-Krankheit wurde nicht noch mal nachgewiesen. Die Quarantäne-Maßnahmen und die behördlich angeordnete Schließung konnten nach mehreren Wochen dementsprechend aufgehoben werden.

„Für unsere Mitarbeitenden und auch für viele Besucher:innen war die Zeit der Schließung herausfordernd. Umso größer ist nun die Erleichterung, dass wir wieder vollständig öffnen können“, sagte Toska Holtz, Geschäftsführerin des Berliner Tierheims. „Wir freuen uns wieder auf offene Türen – ohne Desinfektionswannen.“ Besonders schön sei es, die Vögel wieder in ihren Außenvolieren zu sehen – „das ist für alle ein ermutigendes Zeichen.“

Mit der Aufhebung der Auflagen durch das Veterinäramt kann das Tierheim Berlin nun wieder vollständig öffnen. Besucherinnen und Besucher können wieder ohne Einschränkungen empfangen werden. Wie zuvor gelten die Besuchszeiten dienstags, donnerstags und samstags jeweils von 13 bis 16 Uhr.

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Am 15. September 2025 hatte das Veterinäramt Lichtenberg das Tierheim Berlin vorübergehend geschlossen, nach dem die hochansteckende Newcastle-Krankheit bei einer Fundtaube nachgewiesen wurde. Die infizierte Taube musste eingeschläfert werden. Wie ein Sprecher des Tierheims nun mitteilte, kam es seitdem zu keiner weiteren Ansteckung. „Wir sind gut durchgekommen“, sagte der Sprecher. Nach dem Tod eines weiteren Vogels habe es zwar zunächst einen Verdachtsfall gegeben, der sich jedoch nicht bestätigte.

Tierheim Berlin plant zusätliche Quarantänebereiche

Die Veterinär- und Lebensmittelaufsicht des Bezirksamts Lichtenberg hatte am 17. Oktober 2025 die Ergebnisse der zweiten Nachtestung des gesamten Vogelbestandes im Tierheim Berlin erhalten. Wie bereits bei der ersten Nachtestung im September 2025 konnten auch diesmal keine RNA des Aviären Orthoavulavirus-1 (Newcastle Disease Virus) nachgewiesen werden, wie das Bezirksamt Lichtenberg mitteilte.

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Um künftig noch besser auf mögliche Fälle vorbereitet zu sein, plant das Tierheim Berlin nach eigenen Angaben in den kommenden Monaten gezielte Investitionen. Neben neuen, vollständig abgetrennten Quarantänebereichen für besonders gefährdete Vogelarten sei auch ein separater Eingangsbereich für Fundtauben vorgesehen. „Diese Arbeiten finden bereits statt“, erklärte der Sprecher auf Nachfrage. Tauben können vorerst weiterhin nicht aufgenommen werden.

Für den Menschen stellt das Newcastle-Virus in der Regel keine Gefahr dar. Nur in seltenen Fällen und bei engem Tierkontakt kann es zu vorübergehenden Bindehautentzündungen oder Schwellungen der Ohrlymphknoten kommen.