Am Sonnabend, 11. Oktober, wird es am Ring-Center in Berlin-Lichtenberg zu einem spektakulären Einsatz kommen. Dann fliegt ein Hubschrauber auf das Dach des Einkaufszentrums. Und zwar gleich mehrmals. Besucherinnen und Besucher müssen mit kurzen Einschränkungen rechnen, können das Spektakel aber auch aus nächster Nähe verfolgen.
Der Einsatz ist notwendig, weil in der ehemaligen Galeria-Kaufhof-Filiale Umbauarbeiten stattfinden. „Die Nachmieter brauchen neue Technik“, erklärt Center-Managerin Andrea Schwenke auf Nachfrage der Berliner Morgenpost. Zur Erinnerung: Nach dem Galeria-Aus im Ring-Center wurden im Frühjahr die Nachmieter verkündet. Eine Woolworth-Filiale, ein Rewe-Markt und ein Fitnessstudio sollen die freigewordenen Flächen beziehen.
Auf der Frankfurter Allee dürfen keine Kräne stehen
Dafür sind nun Umbauarbeiten notwendig. Neue Technik, wie eine Kühlungsanlage, muss aufs Dach. „Allerdings können wir auf der Frankfurter Allee keine Kräne aufstellen“, erklärt Schwenke. Denn unten der Straße verläuft die U-Bahn. Die Kräne wären zu schwer. Deswegen müssen die Einzelteile mit dem Hubschrauber auf das Dach geflogen werden. Stück für Stück. Das sei die einzige Möglichkeit.
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„Der Einsatz wird sicher den ganzen Tag dauern“, sagt Schwenke. Ein Zeitfenster von 9.30 bis 20 Uhr sei dafür vorgesehen. Als Landeplatz wird laut der Center-Managerin die Anlieferungszone hinter dem Center dienen. „Von dort aus startet und landet der Hubschrauber.“ In mehreren Flügen werde er die Einzelteile dann auf das Dach befördern, wo er allerdings nicht landen kann.
„Der Hubschrauber schwebt dann über dem Dach, bis die Arbeiter die Einzelteile abgekoppelt haben, dann fliegt er wieder zurück in die Anlieferungszone.“ Dieser Vorgang werde sich einige Male wiederholen. Wie oft, ist unklar. Denn wie lange eine einzelne Lieferung dauert, werde sich erst im Laufe des Einsatzes zeigen. Die Ladezone bleibe jedenfalls den ganzen Tag gesperrt.
Center-Managerin rechnet mit Schaulustigen: „Wird sicher spannend“
Auch auf die Kundinnen und Kunden des Ring-Centers werde der Einsatz Auswirkungen haben. Zumindest immer wieder kurzzeitig. Denn: „Für die Zeit, in der der Hubschrauber über das Glasdach fliegt, müssen wir den Eingangsbereich zur Frankfurter Allee sperren“, erklärt Schwenke. Dabei handele es sich um eine reine Vorsitzmaßnahme, falls der Hubschrauber seine Fracht auf dem Weg nach oben verliert. Die Sperrung des Eingangsbereiches werde aber nur jeweils wenige Minuten dauern.
„Normalerweise möchte ich es natürlich vermeiden, dass es zu Einschränkungen für unsere Kundschaft kommt“, sagt die Center-Managerin. „Aber in dem Fall glaube ich, dass es für die Besucher auch einen Mehrwert bietet.“ Sie fügt hinzu: „Das wird sicher spannend.“ Sie rechne damit, dass sich einige Interessierte das Spektakel ansehen werden.
Die Arbeiten im Ring-Center 3 sollen Anfang nächsten Jahres abgeschlossen sein. Eine Eröffnung der Rewe-Filiale im Erdgeschoss sei dann im ersten oder zweiten Quartal 2026 geplant, hatte ein Mitarbeiter der Rewe Group Ost bei der Vorstellung der neuen Mieter gesagt. Im Untergeschoss soll gleichzeitig das neue Fitnessstudio einziehen. Und Woolworth soll die Flächen im ersten Obergeschoss beziehen.