Lichtenberg trauert um Evelin Pakosta. Sie war Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) und viele Jahre Bürgerdeputierte im Sozialausschuss. Evelin Pakosta engagierte sich ehrenamtlich in der Sozialberatung und im Verein Kiezspinne FAS e.V. Sie verstarb am 31. Juli im Alter von 75 Jahren, wie das Bezirksamt Lichtenberg mitteilte.

1946 wurde Evelin Pakosta in Wernigerode geboren. Sie erlernte den Beruf einer Handelskauffrau und war unter anderem beim Konsum und als Ökonomin beim VEB Elektroprojekt und Anlagenbau in Berlin beschäftigt. Nach der Wende absolvierte sie eine Umschulung zur Fachangestellten für Arbeitsvermittlung und Arbeitsberatung und war anschließend im Arbeitsamt tätig.

Als Mitglied in der Kreisvereinigung Berlin-Lichtenberg der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes organisierte sie zahlreiche Ausstellungen und Veranstaltungen. Das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus war ihr ein besonders wichtiges Anliegen.

Für ihren Einsatz erhielt Evelin Pakosta 2012 den Frieda-Rosenthal-Preis

Viele Jahre war Evelin Pakosta Mitglied im Verein und im Vorstand des Kiezspinne FAS e.V., wo sie das Veranstaltungsformat „Der Besondere Freitag“ mitentwickelte und organisierte. Herzstück ihres Engagements war die ehrenamtliche Sozialberatung. Sie setzte sich immer für die Schwächsten ein.

Sie schrieb Anträge an Ämter und Behörden, führte Telefonate mit Wohnungsbaugesellschaften oder Energieversorgern, Banken, Inkassounternehmen und Schuldnerberatungen. Für ihren Einsatz erhielt sie im Jahr 2012 den Frieda-Rosenthal-Preis.

„Mit Evelin Pakosta verliert der Bezirk eine engagierte und stets hilfsbereite Ehrenamtliche. Sie wird uns fehlen. Ich spreche der Familie und den Freunden von Evelin Pakosta meine aufrichtige Anteilnahme aus“, sagte Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Linke).