Der Start ins Leben war für die kleine Hündin Kalia alles andere als gelungen: Der kleine Terrier-Mix ist noch nicht einmal ein halbes Jahr alt. Mit drei Monaten wurde das Jungtier ausgesetzt und kam ins Tierheim Berlin. Da wollte wohl jemand die Verantwortung loswerden. Denn die niedliche Hündin ist ein echtes Sorgenfellchen. Aber wer auch immer ihr das angetan hat, der hat nicht erkannt, was Kalia trotz Krankheiten und Einschränkungen zurückgeben kann: Die Fürsorge belohnt sie mit viel Liebe und einer großen Anhänglichkeit. Das hat sie auf ihrer Pflegestelle, wo sie derzeit betreut wird, bewiesen. Doch es geht eben nichts über ein richtiges Zuhause, das das Tierheim Berlin jetzt für Kalia sucht.
Eins ist gewiss: Wer die Hündin bei sich aufnimmt, der übernimmt eine Aufgabe. Die neuen Besitzer werden aber auch schnell erkennen, dass der Einsatz für das kleine kranke Tier, die Verantwortung und die Anstrengung am Ende des Tages belohnt werden von dem kleinen Hundeherz. Denn mit ihren noch nicht mal sechs Monaten ist Kalia eigentlich eine muntere und fröhliche Hündin. Nur kann sie das aufgrund ihrer Einschränkungen nicht richtig ausleben.
Bruch in der Halswirbelsäule führt zu neurologischen Schäden
Das Tier hatte einen Bruch in der Halswirbelsäule erlitten, der zwar bereits verheilt und nicht mehr schmerzhaft ist. Aber er zieht neurologische Probleme nach sich. Kalia sieht kaum noch etwas und neigt dazu, sich im Kreis zu drehen. Das kann in Stress-Situationen vorkommen, aber auch wenn sie anzeigen will, dass sie raus muss. Sie kann nicht klassisch an der Leine oder Gassi gehen und braucht darum unbedingt ein Zuhause mit Garten. Beim Treppenlaufen kann sie ihre Beine nicht gut koordinieren und stolpert schnell.
Kalias Lernfähigkeit ist eingeschränkt. Was und wie viel sie lernen kann, wird sich erst mit der Zeit herausstellen. Da die Ausprägungen ihrer Störung sehr stark sind, können die Tierpfleger auch nicht abschätzen, wie ihre Lebenserwartung ist. Eine deutliche Verbesserung erwarten sie jedoch nicht. Auf ihrer Pflegestelle lernt Kaja von dem dort lebenden Hund und zeigt sich bei Begegnungen mit fremden Hunden immer neugierig und freundlich.
Kalia würde sich auch gut als Bürohund eignen
Die Tierheim-Mitarbeiter suchen für Kalia ein Zuhause, das hinter ihren Handicaps die lebensfrohe Hündin sieht. Sie braucht einen Garten mit stufenlosem Zugang oder Rampe. Mindestens ein Hundefreund ist für sie extrem wichtig und auch dringend notwendig. Ihre Familie muss viel Zeit für sie haben, da sie dauerhafte Betreuung braucht. Sie würde sich aber auch als Bürohund gut eignen, wenn man ihren Bedürfnissen trotzdem nachkommen kann.
„Dass Kalia eine große Herausforderung ist, wissen wir“, heißt es aus dem Tierheim. Doch die Hoffnung ist groß, dass es jemanden gibt, „der sich diesen Hürden stellen kann, um unserer Kalia das Leben zu ermöglichen, das sie verdient hat“.
Wer Kalia eine Chance geben möchte, kann sich im Tierheim Berlin per Mail unter praxis@tierschutz-berlin.de melden.



