Als Kater Hektor vor drei Monaten gefunden und ins Tierheim Berlin gebracht wurde, hatte er noch vier Pfoten. Doch dann bemerkten die Ärzte, dass er Schmerzen in einer Pfote hat. Das Tier lief auf drei Beinen und benutzte eins nicht. „Wahrscheinlich war das auch der Grund, warum er ausgesetzt wurde“, vermutet eine Tierpflegerin. Der Besitzer konnte offenbar nicht damit umgehen. Statt sich um das Leid seines Katers zu kümmern, trennte er sich lieber von dem Tier. Ein Indiz dafür ist auch, dass er sich im Tierheim hätte melden können, es aber nie tat.
Tatsächlich stellte sich heraus, dass die linke Vorderpfote amputiert werden muss. Jetzt ist der knapp drei Jahre alte Kater auf drei Pfoten unterwegs, was sich aber überhaupt nicht auf seine Lebensfreude und seinen Unternehmungsdrang auswirkt. „Das letzte, was der Kater braucht, ist jemand, der ständig ‘armes Tier’ sagt“, erzählt die Pflegerin. Hektor sei total pfiffig, aktiv und will unterhalten werden.
Hektor ist auch ein lieber Kater, der gern schmust
Im Tierheim in Lichtenberg beschäftigen sich einige Ehrenamtliche mit ihm. Hat keiner Zeit, bekommt er Leckerli ins Spielzeug, die er sich dann rauspulen muss. „Hektor braucht unbedingt Leute, die für ihn da sind, die mit ihm spielen und ihm etwas beibringen“, sagt die Tierheim-Mitarbeiterin. Der Kater wolle gefordert werden. Wenn er jemanden gut kennt, ist er auch ein liebes Kerlchen, das gern schmust.
In der Tierheim-Praxis wird der Kater lebenslang kostenlos weiterbehandelt. Für Hektor werden jetzt katzenerfahrene Tierfreunde mit viel Zeit gesucht, die in einem ruhigen Haushalt ohne Kleinkinder leben. Gut wäre eine große, abwechslungsreiche Wohnung mit abgesichertem Balkon.
Wer Hektor ein Zuhause schenken möchten, kann sich bei den Tierpflegenden im Samtpfötchen-Haus unter Telefon 030 76 888-121 melden.



