Die Energiekrise trifft auch das Tierheim Berlin. Gestiegene Kosten für Strom, Beheizung und Futter sind in diesem Winter eine Herausforderung. Jetzt kommt Unterstützung aus gleich zwei Richtungen: Zum einen hat sich in dieser Woche Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, im Tierheim nach den Sorgen und Nöten erkundigt. Zum anderen war Schauspielerin Andrea Sawatzki am Freitag im Tierheim, um 7600 Kilogramm Hundefutter als Spende zu übergeben. Außerdem hat sie Videos für Social Media aufgenommen, in denen sie sieben Hunde des Tierheims vorstellt und bei der Vermittlung hilft.
Die Schauspielerin hat selbst zwei Hunde und engagiert sich für den Tierschutz. „Nach Corona landen so viele Hunde im Tierheim, weil die Besitzer keine Zeit mehr für sie haben“, sagt Sawatzki. Sie fühle sich für die schwächeren Lebewesen verantwortlich und wolle sie schützen. Es sei ihr eine echte Herzensangelegenheit.
Das größte Problem im Tierheim Berlin sind derzeit die Exoten. Würgeschlangen, Geckos und Kornnattern brauchen es im Exotenhaus warm. „Es wollte schon jemand seine Schlange wegen der hohen Energiekosten abgeben“, sagt Eva Rönspieß, Vorstandsvorsitzende Tierschutzverein für Berlin, der das Tierheim betreibt. Doch damit würden sich die Kosten nur aus dem Privaten an den Verein verlagern, der sich aus Spenden finanziert.
Mit Thomas Schröder vom Tierschutzbund hat sie nun beraten, inwieweit gemeinnützige Vereine eine Energiepauschale bekommen können. Sie appellieren an den Berliner Senat, dass auch Tierheime als systemrelevant gelten und unbürokratisch bei den Energiekosten gefördert werden sollten.


