Nöldnerplatz

Grunst: „Dieser feige Angriff macht mich fassungslos.“

Jan-Henrik Hnida
Am S-Bahnhof Nöldnerplatz wurde der ehemalige israelische Soldat attackiert.

Am S-Bahnhof Nöldnerplatz wurde der ehemalige israelische Soldat attackiert.

Foto: dpa

Bezirksbürgermeister von Lichtenberg verurteilt Attacke auf israelischen Ex-Soldaten am Nöldnerplatz.

Bislang Unbekannte haben einen israelischen Staatsbürger vor dem S-Bahnhof Nöldnerplatz in Lichtenberg am 9. Oktober angegriffen. Das Bezirksamt Lichtenberg verurteilt diesen offenbar antisemitisch motivierten Übergriff aufs Schärfste.

Nach Polizeiangaben trug der 29-jährige bei dem Angriff Kleidung mit Zeichen der israelischen Armee. Zudem wurde er von den Angreifern gefragt, ob er Jude sei. Daraufhin wurde der ehemalige Soldat sofort mit Reizgas angegriffen und zu Boden gestoßen. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen aufgenommen.

Bezirksbürgermeister Grunst: „Dieser feige Angriff macht mich fassungslos.“

„Dieser feige Angriff macht mich fassungslos. Es ist leider nicht das erste Mal, dass wir in den vergangenen Wochen von Antisemitismus erfahren müssen“, sagte Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Linke) am Dienstag. Besonders wütend mache ihn, dass sich der Angriff genau zwei Jahre nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle ereignete.

Die Tat repräsentiere in keiner Weise den Bezirk. „In Lichtenberg sollen sich alle Menschen sicher und wohl fühlen. Hass und Antisemitismus haben daher keinen Platz bei uns“, so Grunst weiter. Man stehe deshalb der jüdischen Community im Bezirk solidarisch zur Seite. Antisemitismus dürfe nicht länger verharmlost werden.