Tag der Pflege

Arbeitgeber wollen Pflege-Kräfte fair behandeln

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Jan-Henrik Hnida
Vertreter des bezirklichen Netzwerks Gesundheitswirtschaft übergaben zum Tag der Pflege im Rathaus Lichtenberg eine schriftliche Erklärung an den Bezirksstadtrat für Wirtschaft und Soziales, Kevin Hönicke (SPD, mitte). 

Vertreter des bezirklichen Netzwerks Gesundheitswirtschaft übergaben zum Tag der Pflege im Rathaus Lichtenberg eine schriftliche Erklärung an den Bezirksstadtrat für Wirtschaft und Soziales, Kevin Hönicke (SPD, mitte). 

Foto: Bezirksamt Lichtenberg

Netzwerk Gesundheitswirtschaft übergibt Lichtenberger Erklärung für Pflege-Kräfte. Für mehr Unterstützung des Personals.

Berlin. Vertreter des bezirklichen Netzwerks Gesundheitswirtschaft übergaben zum Tag der Pflege im Rathaus Lichtenberg eine schriftliche Erklärung an den Bezirksstadtrat für Wirtschaft und Soziales, Kevin Hönicke (SPD). In der Erklärung verpflichten sich die Unterzeichnenden zu einem fairen Umgang mit ihrem Personal und fordern auch von Politik und Gesellschaft ein nachhaltiges Engagement und Verbesserungen. So sei insbesondere die angespannte Wohnungssituation für Pflegekräfte ein Thema, dessen sich die Politik auf Bundes-, Landes- und Bezirksebene annehmen soll.

In der Erklärung rufen Krankenhäuser, Pflegeheime und -dienste in ganz Lichtenberg weiterhin zu einer Unterstützung der Beschäftigten im Pflegeberuf auf. Die Akteurinnen und Akteure verpflichten sich, die eigenen Pflegekräfte mit unkomplizierten und schnellen Hilfsangeboten, durch ein positives Arbeitsklima, eine transparente Kommunikation und weitere Maßnahmen nach Kräften zu unterstützen.

Netzwerk fordert für Pflege weniger bürokratische Hürden und mehr Flexibilität

Mehr Flexibilität für die Pflegeeinrichtungen sowie weniger bürokratische Hürden sind weitere Forderungen. Um den Pflegeengpass langfristig zu besiegen, benötige Lichtenberg vor allem motivierte Pflegekräfte. Deshalb endet die Erklärung mit Kontakt- und Informationsmöglichkeiten zur Ausbildung in den Pflegeberufen vor Ort.

Die wertvolle Arbeit der Pflege-Kräfte bedürfe gesellschaftlicher Anerkennung, aber auch anständiger Bezahlung, meint Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke). Anständige Bezahlung und gute Arbeit praktiziere das Bezirksamt Lichtenberg in seinen beiden Seniorenheimen. Es brauche aber einen branchenspezifischen Mindestlohn für alle Pflegekräfte.

Lichtenberg soll zu attraktiven Arbeitsort für Pflegekräfte werden

Lichtenberg zu einem attraktiven Arbeitsort für Pflegekräfte zu machen und auch junge Menschen für diese Arbeit zu gewinnen, sieht Bezirksstadtrat Kevin Hönicke (SPD) als Aufgabe des gesamten Bezirks an.

Die vollständige Erklärung der Lichtenberger Gesundheitswirtschaft mit Forderungen und Selbstverpflichtung, die Videobotschaft von Stadtrat Kevin Hönicke sowie Kontakt- und Informationsmöglichkeiten zur Ausbildung in der Pflege sind auf der Lichtenberger Internetseite abrufbar.