Bauarbeiten

Neuer temporärer Radweg am Kurfürstendamm

Am Kurfürstendamm auf Höhe der Uhlandstraße ist aufgrund einer Baustelle ein neuer temporärer Radweg entstanden.

Der neue Radweg auf dem Kurfürstendamm, der von der Straße durch sogenannte Leitboys abgetrennt wurde.

Der neue Radweg auf dem Kurfürstendamm, der von der Straße durch sogenannte Leitboys abgetrennt wurde.

Foto: Reto Klar / FUNKE Foto Services

Berlin.  Auf dem Kurfürstendamm, Höhe Uhlandstraße, können sich Radfahrer nun über einen neuen Radweg freuen. Dieser ist durch ein Fahrradsymbol auf dem Asphalt sowie Absperrungen ausgewiesen. Wie der stellvertretende Bezirksbürgermeister Arne Herz (CDU) über Twitter mitteilte, handelt es sich aber lediglich um ein Provisorium – für eine Baustelle.

Da die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) im U-Bahnhof Uhlandstraße einen Aufzug bauen, entfällt an dieser Stelle die linke Fahrbahn auf dem Kurfürstendamm. Auto-, Bus- und Radfahrer müssen sich die verbleibende Fahrbahn teilen. Um Radfahrer zu schützen, wurden Leitboys – kleine Pylone – aufgestellt. Fahrradaktivist Heinrich Strößenreuther schrieb auf Twitter, dass am Kurfürstendamm ein neuer Radweg mit „Pollern“ entstanden sei. Um diese handelt es jedoch nicht. Leitboys sind Absperrungen, die – im Gegensatz zu Pollern – nicht fest auf dem Untergrund installiert sind.

Die Linksfraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf fordert angesichts der Corona-Krise, die Infrastruktur für den Radverkehr im Bezirk auszubauen. Während der Autoverkehr abnehme, nutzten Menschen vermehrt das Fahrrad, hieß es in einer Pressemitteilung. Die kolumbianische Hauptstadt Bogotá könne als Beispiel dienen. Dort habe man auf „Hauptstraßen ohne Radweg eine Fahrspur für den Radverkehr“ abgetrennt, erklärte Sebastian Dieke, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion. „Bei allem Schlimmen und Negativen, das die aktuelle Krise mit sich bringt, hat sie jedoch auch das Potenzial eines Umdenkens, um Gewohnheiten aufzubrechen“, so Dieke.