Einmal im Monat freier Eintritt ins Bröhan-Museum

Das Bröhan-Museum kann an jedem ersten Mittwoch im Monat ohne Eintritt besichtigt werden. Eine Immobiliengesellschaft macht das möglich.

Das Bröhan-Museum kann an jedem ersten Mittwoch im Monat ohne Eintritt besichtigt werden. Eine Immobiliengesellschaft macht das möglich. Viele Jahre konnten Besucher das Bröhan-Museum immer am ersten Mittwoch im Monat ohne Eintritt besuchen, was sehr gut angenommen wurde. Diese Regelung musste jedoch aus Kostengründen im November 2015 eingestellt werden. Das Haus suchte aber intensiv nach einem passenden Sponsor, um seinen Gästen auch zukünftig einmal im Monat die Möglichkeit eines kostenlosen Besuchs zu bieten. Und hat jetzt einen gefunden: Die Immobiliengesellschaft Deutsche Wohnen AG sichere durch ihr finanzielles Engagement langfristig die Existenz des eintrittsfreien Tags, teilte das Museum mit. Besucher erhalten seit Juli wieder jeweils am ersten Mittwoch des Monats kostenfreien Zugang in alle Ausstellungen des Bröhan-Museums. Zusätzlich aufgewertet werden die eintrittsfreien Tage durch ebenfalls kostenlose After Work-Kuratorenführungen, die jeweils um 17 Uhr beginnen.

All inclusive: auch die Sonderausstellungen

"Das Bröhan-Museum und die Deutsche Wohnen AG möchten mit ihrer Zusammenarbeit einem breiten Publikum die Teilhabe an kultureller Bildung ermöglichen", so eine Sprecherin des Museums. In dem Angebot eingeschlossen seien neben der Dauerausstellung auch die zahlreichen Sonderausstellungen, wie beispielsweise die derzeitige Schau "Deutschland gegen Frankreich. Der Kampf um den Stil 1900-1930", oder ab 14. Juli 2016 "Colori di Murano. Moderne Glaskunst aus Italien" oder ab 30. September "Do it yourself-Design". „Die Deutsche Wohnen ist geprägt von ihren Wurzeln in der GEHAG, vom Siedlungsbau der 20er- und 30er-Jahre und weltberühmten Architekten wie Bruno Taut, dessen Verständnis funktionalen und ästhetischen Bauens und Wohnens bis heute aktuell ist. In den herausragenden Ausstellungen des Bröhan-Museums kann man das Denken und Wirken dieser so kreativen Epoche auf ganz lebendige und anschauliche Art erleben. Dieses Erlebnis möchten wir möglichst vielen Besuchern mit unserem Engagement ermöglichen. Zugleich freuen wir uns als Berliner Unternehmen, damit eine wichtige Kulturinstitution der Stadt unterstützen zu können“ sagte Michael Zahn, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Wohnen AG. Information: Die Deutsche Wohnen ist eine börsennotierte Immobiliengesellschaft, deren Fokus auf der Bewirtschaftung und Entwicklung ihres Portfolios, mit dem Schwerpunkt auf Wohnimmobilien, liegt. Der Bestand umfasste zu Ende März 2016 insgesamt 160.100 Einheiten, davon 157.900 Wohneinheiten und 2200 Gewerbeeinheiten. Die Deutsche Wohnen ist Eigentümerin von Wohnungen in vier Siedlungen der Berliner Moderne, welche im Juli 2008 zum UNESCO-Welterbe erklärt wurden: der Weißen Stadt, der Hufeisensiedlung Britz, der Wohnstadt Carl Legien sowie der Ringsiedlung Siemensstadt.

Das Haus wurde 1892/93 als Mannschaftsgebäude und Offizierswohnhaus der Gardes-du-Corps von Kahl errichtet. 1929 wurde es zum Polizei-Institut umgebaut. Am 14.10.1983 wurde in dem Haus das Bröhan-Museum eröffnet. Das Bröhan-Museum ist ein international ausgerichtetes Spezial-und Epochenmuseum für Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus. Namensgeber des Museums ist der Berliner Kunstsammler und Unternehmer Karl H. Bröhan, der seine Privatsammlung anlässlich seines 60. Geburtstages dem Land Berlin schenkte. Die Sammlung umfasst Angewandte und Bildende Kunst vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs. Ein umfangreicher Bestand von Bildern der Berliner Secession rundet die Sammlung ab. In Sonderausstellungen werden neben Themen des Jugendstils, des Art Deco und der Berliner Secession auch Fragen von Kunst und Gestaltung bis in die Gegenwart gezeigt. Geöffnet ist das Bröhan-Museum, Schloßstraße 1a (326 906 00), Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr und an allen Feiertagen. 24. und 31.12. sowie Ostermontag und Pfingstmontag geschlossen. 1. Januar: 12 bis 18 Uhr. Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 5 Euro. Kinder unter 18 Jahren und angemeldete Schulklassen Eintritt frei.

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