Es war eine der herausragenden Botschaften dieser Woche: „Das RAW-Gelände in Friedrichshain-Kreuzberg ist gerettet.“ Unter Vermittlung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hatten sich der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, allen voran Stadtrat Florian Schmidt (Grüne), und die Eigentümer um Geschäftsführer Lauritz Kurth, zusammengerauft. Mancher rechnete schon nicht mehr damit und prophezeite, eines der Berliner Kulturzentren werde „einfach plattgemacht“.
Stattdessen liegt seit Dienstag ein Zeitplan auf dem Tisch, der das Ausgeh- und Freizeitareal sichert – und zugleich Raum für Neues schafft.
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Warnung: Wohnungsbau könnte Clubstandorte gefährden
Dafür musste viel zusammengebracht werden. Die Eigentümer wollten Baurecht für neue Büro-, Dienstleistungs- und Wohnhäuser. Der Bezirk bestand auf den Erhalt von rund 80 Betrieben, vom Dancefloor bis zur Skaterhalle. Der nun eingeschlagene Weg ist vielversprechend und bringt nach zuletzt aufregenden Monaten und öffentlich geführtem Schlagabtausch für zwei bis drei Jahre Ruhe in den Genehmigungsprozess.

In dieser Zeit dürfen die Planer jedoch nicht jene Warnung außer Acht lassen, mit der die Clubcommission auf das Rettungsversprechen vom Dienstag reagierte: Wohnbebauung gefährde die RAW-Partylocations. Als Beispiel verwies man auf das „Icon“, das 2011 in Prenzlauer Berg nach Anwohnerbeschwerden ausziehen musste.
Lärmbelästigung vor Clubs: Gäste sorgen für den meisten Krach
Dabei ist nicht die Musik aus den Clubs das Problem. Krach machen die kommenden und gehenden Gäste. „Denen kann man ja nicht den Mund zukleben“, formulierte Commission-Chef Marcel Weber rustikal.
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Die Gegenstrategien sind jetzt eine bauliche Barriere zwischen Clubs und Wohnhäusern, die bisher aber erst als Architektenentwurf vorliegt. Und die Empfehlungen aus einem Schallschutzgutachten, das noch nicht beauftragt wurde. Das RAW-Gelände in Friedrichshain-Kreuzberg ist gerettet? Hoffentlich.




