Aufregung in Friedrichshain. Die Jane-Goodall-Grundschule in der Scharnweberstraße hat sich mit einem Schreiben an die Nachbarschaft gewandt. Denn vor dem Gebäude gibt es seit wenigen Monaten eine verkehrsberuhigte Schulzone. Dort soll es jedoch zu unangenehmen Begegnungen zwischen Schülern und Anwohnern gekommen sein. Was die Schulleitung zu den Vorfällen sagt.
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Ein Schreiben an die Anwohnerinnen und Anwohner des Kiezes, das dieser Redaktion vorliegt, leitet die Grundschule mit den vielsagenden Worten ein: „Einige Schülerinnen und Schüler lernen die Regeln des friedlichen Zusammenlebens langsamer als andere.“ In der Schulzone habe es zuletzt mehrere Auseinandersetzungen gegeben: sowohl zwischen den Schülern selbst, als auch mit Passanten. Man sei auf diese Vorfälle angesprochen worden und wolle nun in den Austausch gehen.
Die Schule sieht sich jedoch nicht gänzlich in der Verantwortung. „Die Schulzone ist ein öffentlicher Raum und nicht Teil des Schulgeländes. Alle Eltern wissen, dass sie die Aufsichtspflicht haben“, heißt es weiter. Man habe zwar Maßnahmen für die Schulzeiten ergriffen, hoffe aber auf verständnisvolle Unterstützung durch die Nachbarschaft. „Es wäre hilfreich, wenn Sie die Kinder ansprechen, wenn Sie unangemessenes Verhalten in der Schulzone beobachten.“ Wer die Grundschüler nicht selbst ansprechen wolle, könne sich auch an die Polizei wenden.
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Laut einem Bericht der „B.Z.“ habe die verkehrsberuhigte Zone insgesamt bislang einen gegenteiligen Effekt. Auf den Tischtennisplatten vor der Grundschule werde angeblich bis tief in die Nacht getrunken, Müll liege herum und auch mit Drogen soll gehandelt werden. Ob hier die Grundschüler involviert sind, darf bezweifelt werden – aber es passt ins Gesamtbild der Situation in der Scharnweberstraße. Die CDU-Bezirksverordnete Marita Fabeck kritisierte nun: „Die Grünen haben die Straße gesperrt und ein paar Pflanzenkübel hingestellt. Für die Pflege des Grüns gibt es aber keine Mittel. Alles sieht verwahrlost aus.“ Das Konzept sei nicht zu Ende gedacht.
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Bereits im November soll es dem Boulevardmedium zufolge eine Mail an die Anwohner gegeben haben. Dort sei von einem „Klima der Angst“, Mobbing, Einschüchterung und Gewalt „durch einige Schüler“ die Rede gewesen. Laut Bezirksamt arbeite die derzeit mit einem Präventionsbeauftragten der Polizei zusammen.





