Bei einer Demonstration in Berlin-Kreuzberg hat die Polizei 24 Menschen festgenommen. Es sei zu gewalttätigen Straftaten aus dem Protestzug heraus gekommen, teilte die Polizei auf X mit. Fünf Polizisten seien leicht verletzt worden. 

Nach Angaben eines Polizeisprechers nahmen rund 450 Menschen an der angemeldeten Demonstration teil, die am Schlesischen Tor startete. Bereits dort sah die Polizei Anlass, einzuschreiten. Es würden immer wieder verbotene und strafrechtlich relevante Parolen gerufen, teilte die Behörde mit. 

Empfohlener externer Inhalt

An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von X, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.
Externer Inhalt
Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Die Versammlungsleitung sei aufgefordert worden, dies zu unterbinden. Der Verantwortliche sei dieser polizeilichen Weisung nicht gefolgt. „Unsere Einsatzkräfte sind an das Legalitätsprinzip gebunden und führen Festnahmen gegen erkannte Tatverdächtige durch“, so die Polizei. 

Demo in Berlin-Kreuzberg: Strafbare Parole gerufen

Nach Angaben des Polizeisprechers geht es um Ausrufe wie etwa die umstrittene propalästinensische Parole „From the river to the sea, Palestine will be free“. Mit dem Satz ist gemeint, es solle ein freies Palästina geben auf einem Gebiet vom Fluss Jordan bis zum Mittelmeer – dort, wo sich jetzt Israel befindet. 

Polizisten begleiten den Demo-Zug.
Polizisten begleiten den Demo-Zug. © Daniel Weidmann | Daniel Weidmann

Die Berliner Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sie strafbar ist. Die Polizei schreitet deswegen ein, wenn Menschen die Parole skandieren. Nach Angaben des Sprechers waren mehr als 450 Beamtinnen und Beamte vor Ort.