Bei einer Demonstration in Berlin-Kreuzberg hat die Polizei 24 Menschen festgenommen. Es sei zu gewalttätigen Straftaten aus dem Protestzug heraus gekommen, teilte die Polizei auf X mit. Fünf Polizisten seien leicht verletzt worden.
Nach Angaben eines Polizeisprechers nahmen rund 450 Menschen an der angemeldeten Demonstration teil, die am Schlesischen Tor startete. Bereits dort sah die Polizei Anlass, einzuschreiten. Es würden immer wieder verbotene und strafrechtlich relevante Parolen gerufen, teilte die Behörde mit.
Die Versammlungsabläufe am 25.11.2025 in #Kreuzberg waren geprägt von Situationen, in denen es der Versammlungsleitung nicht immer und umfassend gelang, bis zum Ende die Ordnung der Versammlung nach innen zu gewährleisten. Insgesamt mussten 24 Personen durch unsere Einsatzkräfte… pic.twitter.com/Badjwm6VNq
— Polizei Berlin Einsatz (@PolizeiBerlin_E) November 25, 2025
Die Versammlungsleitung sei aufgefordert worden, dies zu unterbinden. Der Verantwortliche sei dieser polizeilichen Weisung nicht gefolgt. „Unsere Einsatzkräfte sind an das Legalitätsprinzip gebunden und führen Festnahmen gegen erkannte Tatverdächtige durch“, so die Polizei.
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Demo in Berlin-Kreuzberg: Strafbare Parole gerufen
Nach Angaben des Polizeisprechers geht es um Ausrufe wie etwa die umstrittene propalästinensische Parole „From the river to the sea, Palestine will be free“. Mit dem Satz ist gemeint, es solle ein freies Palästina geben auf einem Gebiet vom Fluss Jordan bis zum Mittelmeer – dort, wo sich jetzt Israel befindet.
Die Berliner Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sie strafbar ist. Die Polizei schreitet deswegen ein, wenn Menschen die Parole skandieren. Nach Angaben des Sprechers waren mehr als 450 Beamtinnen und Beamte vor Ort.
dpa