In Friedrichshain hat sich ein Mann zum Schein als Lebensmittelkontrolleur ausgegeben und einen Gastronomiebetrieb untersucht. Bei dem Mann handelt es sich wohl um den Influencer „langlebepapa“ mit 216.000 Followern auf Instagram, der sich bei der vorgetäuschten Kontrolle von einer zweiten Person filmen ließ und das Video online stellte. „Die besagte Social-Media-Persönlichkeit ist bereits in Hamburg negativ aufgefallen“, sagt das Bezirksamt zu dem Vorfall.

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In Berlin habe der Influencer unter anderem die Küche betreten und mit den Händen in bereits vorbereitete Zutaten gegriffen. Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg kündigte an, den Fall bei der Polizei anzuzeigen.

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Bezirksamt warnt Betriebe

In Hamburg hatte das Bezirksamt Altona im März gemeldet, es sei gegen einen „Fake-Kontrolleur“ Strafanzeige wegen Amtsanmaßung gestellt worden. Wie später auch im Berliner Video zu sehen, berichtete das Bezirksamt Altona, werden Mitarbeiter „in völlig unangemessener Weise abwertend und persönlich beleidigend“ angesprochen. Auf Instagram zeigt „langlebepapa“ Clips, in denen er Restaurant- und Toiletten-Mitarbeiter verhöhnt, auf dem Anhalter Bahnhof demütigt er eine Drogensüchtige. Der NDR zeigte Clips, in denen er herrisch vor Restaurant-Personal empfiehlt „mal in einen Deutschkurs“ zu investieren und „mal einen Zahnarzt“ aufzusuchen. In einem Youtube-Video vom September sagt er im Interview bei „Klartext mit Marc“, es liefen 31 Verfahren gegen ihn.

Das Bezirksamt warnt alle Lebensmittelbetriebe vor diesem Vorgehen und empfiehlt, sich bei Unsicherheiten an die Veterinär- und Lebensmittelaufsicht Friedrichshain-Kreuzberg zu wenden. Dort könnten die Namen der Mitarbeiter bestätigt werden. Die Kontrolleure des Bezirksamts handelten immer nach festen, transparenten Richtlinien, stellten sich zu Beginn einer Kontrolle immer mit ihrem Namen vor und zeigten ihren Dienstausweis. Am Ende der Kontrolle hinterließen sie in der Regel einen Kontrollbericht.  

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lth/pag/dpa