Nach einem schweren Unfall vor der Hausburg-Grundschule in Friedrichshain plant das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg die Einrichtung von "temporären Schulstraßen". Bei dem Zusammenstoß hatte ein Autofahrer mit seinem Wagen eine Dreijährige erfasst und schwer verletzt.
Bestimmte Straßenabschnitte vor Grundschulen sollen temporär, vor Schulbeginn und zu Schulschluss, durch technische Barrieren, etwa versenkbare Poller, für den Kfz-Verkehr gesperrt werden, heißt es in einer Mitteilung des Bezirks von Freitag. So werde das Befahren durch Elterntaxis eingedämmt und es entstehe mehr Schulwegsicherheit für die Kinder, heißt es in der Mitteilung weiter.
Unfall in Friedrichshain: Dreijährige erlitt schwere Verletzungen
Die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Straßen- und Grünflächenamtes seien für Pilotprojekte bereits in Gespräch mit drei Grundschulen im Bezirk, darunter auch mit der Hausburg-Grundschule, an der es in dieser Woche zu dem Verkehrsunfall gekommen kam.
Das dreijährige Mädchen war am Mittwoch gegen 16 Uhr laut Polizei zwischen zwei geparkten Fahrzeugen auf die Fahrbahn der Hausburgstraße getreten und wurde dort von einem Auto erfasst, das von einem 41-Jährigen in Richtung Thaerstraße gesteuert wurde. Mit schweren Kopf- und Halsverletzungen sowie einer Handgelenksverletzung kam das Kind zur stationären Behandlung in eine Klink. Die Ermittlungen zu dem Unfall dauern an.
Monika Herrmann: "Straßenverkehr bei uns in der Stadt teilweise lebensgefährlich"
„Gerade für die Kleinsten ist der Straßenverkehr bei uns in der Stadt teilweise lebensgefährlich. Wir möchten den Kindern sichere Schulwege in die Grundschule ermöglichen, die sie selbst zu Fuß bewerkstelligen können. Hierfür gehen wir mit den temporären Schulstraßen neue Wege “, erklärt Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann.
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