Kreuzberg

Bergmannkiez-Bürgerinitiative fordert: Kreuzung schließen!

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Hans-Peter Hubert von der Initiative „leiser-bergmannkiez.de“ vor der Marheinekehalle in Kreuzberg. Dort stoßen Zossener-, Bergmann- und Friesenstraße aufeinander.

Hans-Peter Hubert von der Initiative „leiser-bergmannkiez.de“ vor der Marheinekehalle in Kreuzberg. Dort stoßen Zossener-, Bergmann- und Friesenstraße aufeinander.

Foto: Patrick Goldstein

Brief an Mobilitätssenatorin Bettina Jarasch (Grüne): Durchfahrtmöglichkeit soll gestoppt werden.

Berlin. Umfangreich sind die Veränderungen der vergangenen zwei Jahre auf der Bergmannstraße. Das Bezirksamt sorgte dafür, dass der Verkehr deutlich entschleunigt und sicherer wurde. Motor solcher Veränderungen ist die Anwohnerinitiative „leiser-bergmannkiez.de“. Deren Vertreter schrieben jetzt allerdings einen offenen Brief an Mobilitätssenatorin Bettina Jarasch (Grüne). Sie drängen darauf, dass die Politikerin die Voraussetzungen für die langjährige Forderung der Nachbarschaft schafft, die Kreuzung vor der Marheinekehalle in Kreuzberg zu sperren.

Ziel ist es, dadurch den Nord-Süd-Verkehr auf der Zossener- und der Friesenstraße zu bremsen. Die Stecke sorgt für just das, was insbesondere das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg beklagt: Zu viel Durchgangsverkehr in den Kiezen. Die Schließung für die Durchfahrt hat die BVV bereits 2013 beschlossen. Anhand eines 2020 vom Bezirk vorgelegten Konzepts werden zudem schrittweise Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung abgearbeitet.

Bergmannkiez in Kreuzberg leidet unter Durchgangsverkehr

Ihr Anliegen, so die Initiative um Sprecher Hans-Peter Hubert, soll da nicht in Vergessenheit geraten. Die Zuständigkeit für die betreffenden Straßen liegt beim Land, nicht beim Bezirk. So mahnte sie jetzt in ihrem Brief an Jarasch, nach wie vor führen täglich tausende Autos und Busse durch die Zossener Straße, vorbei an der Markthalle. Dabei sei der Durchgangsverkehr allein zwischen 2018 und 2021 um bis zu 20 Prozent gestiegen.

„Seit über zehn Jahren setzt sich unsere Initiative gegenüber inzwischen vier Verkehrssenator*innen dafür ein, dass Ihre Senatsverwaltung für den entsprechenden BVV-Beschluss von 2013 die Voraussetzung schafft, indem Sie die Zossener- und Friesenstraße aus dem übergeordneten Verkehrsnetz Berlins herausnehmen und die Verkehrsgestaltung dieser Straßen in die Entscheidungshoheit des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg überführt.“

Vor dem Hintergrund der Diskussion über eine zukunftsorientierte Mobilität in Berlin sei es „ein Anachronismus“, dass Jaraschs Verwaltung immer noch an dem Status der Zossener und Friesenstraße als Teil des übergeordneten Berliner Verkehrsnetzes für den motorisierten Autoverkehr festhalte, so die Anwohnerinitiative in ihrem Schreiben.

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