Corona-Pandemie

Schlange stehen für einen Corona-Schnelltest im KitKat

Der KitKat-Club an der Köpenicker Straße bietet seit Freitag Corona-Schnelltests an. Das Angebot wird gut angenommen.

Kristine Bell wartet in der Schlange vor dem KitKat Club an der Köpenicker Straße auf ihren Schnelltest.

Kristine Bell wartet in der Schlange vor dem KitKat Club an der Köpenicker Straße auf ihren Schnelltest.

Foto: Patrick Goldstein

Berlin . Es war ein Wetter, bei dem selbst die Stammgäste des Fetisch-Clubs KitKat zum dort üblichen Look – Latex, Leder, Lendenschurz – sicherheitshalber noch wärmende Skiunterwäsche anziehen würden. Und wie es sich bei einem außerordentlichen Clubevent gehört, ging Freitagfrüh die Schlange Wartender und Frierender bis um die nächste Ecke.

Diesmal kam man aber nicht zum Tanzen, sondern um einen Corona-Schnelltest zu machen. Das Geschäft damit boomt in Berlin. Im Mitte-Club an der Köpenicker Straße zahlte man, anders als bei einem Zehlendorfer Anbieter, statt mehr als 80 Euro nur 24,90 Euro.

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Test für die USA

Die US-Amerikanerin Kristine Bell hatte der Preis angezogen. Die 23 Jahre alte Englisch-Lehrerin an einer Kita in Charlottenburg sagte: „Ich brauche den Test, weil ich heim nach Colorado Springs fliegen möchte. Da muss ich bei der Einreise in New York ein negatives Testergebnis vorzeigen.“

Club-Chefin Kirsten Krüger (54) hatte bis zum Vormittag rund 1500 Anmeldungen, die sich auf die kommenen Tage verteilen werden. Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 19 Uhr wird im Garderobezelt vor dem Club von einem achtköpfigen Team getestet. Seit 13. März ist Krügers Laden dicht. Sie hat die Coronaerkrankung schon hinter sich. Die Diagnose machte sie selbst: Mit einem Schnelltest, den sie zu dem Zeitpunkt noch im Internet ordern konnte.