Friedrichshain-Kreuzberg

Gesundheitsstadtrat warnt vor Club-Festival

Knut Mildner-Spindler hat angesichts der Veranstaltung am 3. Oktober „Bauchschmerzen“

Gesundheitsstadtrat Knut Mildner-Spindler (Linke).

Gesundheitsstadtrat Knut Mildner-Spindler (Linke).

Foto: Patrick Goldstein

Bei der Sitzung des Rates der Bürgermeister am Donnerstag hat Monika Herrmann (Grüne), Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, eine Kampagne zur Corona-Aufklärung von jungen Menschen, insbesondere Clubgängern gefordert. Anlass ist der bevorstehende stadtweite Tag der Clubkultur. Der Gesundheitsstadtrat des Bezirks, Knut Mildner-Spindler (Linke) äußerte sich besorgt über die Veranstaltung.

Bezirksamtsprecherin Sara Lühmann sagte, Herrmann beklage, dass sich viele Clubgänger verantwortungslos verhielten und Abstände nicht beachteten. Der Bezirk hatte vergangene Woche einen Höchststand bei der Zahl Infizierter verzeichnet. Betroffen waren besonders 20- bis 35-Jährige, vor allem wegen Besuchen im Außenbereich von Clubs.

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Tanzprogramm auf Freiflächen

Weil Clubbetreiber und Veranstalter von den Einschränkungen der Pandemie wirtschaftlich stark getroffen sind, hat Kultursenator Klaus Lederer (Linke) ein Festival initiiert. Dafür wurden unter Bewerbern 40 Lokalitäten und Betreiber danach ausgewählt, ob sie sich etwa durch Inklusionskonzepte, politisches Engagement und ökologische Nachhaltigkeit hervorgetan haben. Sie erhalten eine Prämie von 10.000 Euro, müssen am Veranstaltungstag, dem 3. Oktober, Hygienevorschriften einhalten und dürfen nur Tanzprogramm anbieten, wenn es auf Freiflächen stattfindet.

Kommentar von Gesundheitsstadtrat Mildner-Spindler: „Angesichts der aktuell hohen Infektionszahlen in unserem Bezirk habe ich als Gesundheitsstadtrat beim Gedanken an den Tag der Clubkultur etwas Bauchschmerzen.“ Gleichzeitig habe er Verständnis für ein solches „Signal des Überlebens“ der existenzbedrohten Berliner Clubkultur. Er appelliere daher an das Verantwortungsbewusstsein aller, die an diesem Tag an Veranstaltungen teilnehmen, so der Stadtrat.