Verkehr

Friesenstraße in Kreuzberg wieder frei befahrbar

Die Sanierung der Durchgangsstraße ist fristgerecht abgeschlossen. Die Findlinge kommen in den Viktoriapark.

Thorsten von Grumbkow (v.l.), Stadtrat Florian Schmidt (Grüne), Felix Weisbrich, Rafael Majewski

Thorsten von Grumbkow (v.l.), Stadtrat Florian Schmidt (Grüne), Felix Weisbrich, Rafael Majewski

Foto: Patrick Goldstein

Berlin. Der Baustadtrat musste seine einführenden Sätze mehrfach unterbrechen. Denn an der Friesenstraße ist es wieder laut. Nach 14-monatigen Sanierungsarbeiten eröffnete Grünen-Politiker Florian Schmidt Freitagfrüh die Durchgangstangente zwischen Columbiadamm und Bergmannstraße.

Im Vergleich zum alten Zustand ist der Lärmpegel allerdings gesunken. Die Strecke war ab März 2018 saniert worden. Das umfasste vor allem den Ersatz des Kopfsteinpflasters durch eine Asphaltdecke. Ab April wurde die Straße vollständig gesperrt, womit wenigstens für einige Stunden täglich jene Ruhe einkehrte, die sich verkehrsgeplagte Anwohner, etwa von der Initiative leiser-bergmannkiez.de lange gewünscht hatten. Die Wasserbetriebe nahmen bei der Gelegenheit Leitungsarbeiten vor. Am Ende kostete der Umbau 1,6 Millionen Euro, bestritten aus Mitteln von Europäischer Union und Land Berlin.

Zur Öffnung der Straße übergaben Schmidt und Felix Weisbrich, Amtsleiter des Straßen- und Grünflächenamts als kleinen Dank für die pünktliche Fertigstellung einen Kasten Bier an Thorsten von Grumbkow, Technischer Leiter bei Bauunternehmen Matthäi, und Polier Rafael Majewski. Zur Verkehrsberuhigung steht auf der Kreuzung Arndtstraße jetzt eine Verkehrsinsel, die Fahrbahn wurde an mehreren Stellen verengt. Im Bezirk, der bei jeder Möglichkeit das rot-rot-grüne Mobilitätsgesetz umsetzt, sollen entlang der Straße die bisherigen Stellplätze für 20 Autos umgewandelt und mit 60 Radbügeln versehen werden.

Schmidt betonte, der fristgerechte Abschluss der Arbeiten sei im Juni durch das Aufstellen von Findlingen vor der Marheineke-Markthalle begünstigt worden, wodurch Falschparker nicht mehr die Zufahrt zur Baustelle blockieren konnten. Die Steine werden jetzt im Wasserfall des Viktoriaparks verbaut und – ebenfalls dort – als Blockade an illegalen Zufahrten eingesetzt.