Pilotprojekt

Görlitzer Park: Imbissbuden sollen Drogenhandel vertreiben

Seit Jahren gibt es im Görlitzer Park in Kreuzberg Probleme mit Dealern. Nun hat der Parkrat offenbar eine neue Idee gegen den Drogenhandel.

Im Görlitzer Park sollen nun Imbissbuden gegen den Drogenhandel helfen

Im Görlitzer Park sollen nun Imbissbuden gegen den Drogenhandel helfen

Foto: Paul Zinken / picture alliance

Berlin.. Um des Drogenhandels im Görlitzer Park Herr zu werden, setzen der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und der Parkrat offenbar auf eine neue Idee: Mobile Imbissbuden sollen die Dealer vertreiben. Der Parkrat hat bereits eine dreimonatige Testphase des Konzepts gebilligt. Die Stände wie Falafelbuden, Eis- oder Kaffeewagen sollen etwa an den Parkeingängen an der Falckensteinstraße und an der Wiener Ecke Forster Straße stehen sowie auf der Terrasse des ehemaligen Cafés „Edelweiss“. „Ein Bierstand ist aber nicht geplant“, sagte die Sprecherin des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg, Sara Lühmann, am Dienstag.

Gastronomisches Angebot soll müllarm sein

Wichtig sei dem Bezirksamt Lühmann zufolge, dass das gastronomische Angebot müllarm oder idealerweise sogar müllfrei gestaltet wird. Dieses Kriterium werde auch im Vergabeverfahren eine wichtige Rolle spielen.

Ob die Verkaufsstände letztlich auch gegen die Drogendealer im Park helfen sollen, wollte Lührmann nicht beantworten: Die Bekämpfung der Kriminalität sei Aufgabe der Polizei. „Wir gestalten den Park für die Nutzer, Mütter mit Kindern, Familien, Spaziergänger, Menschen, die ihre Hunde ausführen“, betonte die Sprecherin. Wie das letztlich angenommen werde, müsse sich dann erweisen.

„Kästchen“-Idee wird nicht weiter verfolgt

Es ist nicht der erste Versuch, den Drogenhandel im Görlitzer Park einzudämmen. Unter Innensenator Frank Henkel (CDU) setzte Berlin auf massive Polizeipräsenz – mit bescheidenem Erfolg. Zuletzt hatte eine Idee des Parkmanagers bundesweit für Aufregung gesorgt. Provisorisch waren mit rosa Farbe Stehplätze für Dealer markiert worden. Besucher sollten weniger gestört werden und nicht mehr durch ein Spalier laufen müssen. Das Bezirksamt hatte den Vorstoß als temporär und nicht abgestimmt zurückgewiesen. Sprecherin Lühmann sagte nun, die Kästchen-Idee werde nicht weiter verfolgt.