Auf den ersten Blick sah es aus wie eine Osterei-Dekoration, aber die neuen Markierungen an der Bergmannstraße in Kreuzberg sollen länger bleiben und den Verkehr beruhigen. Am Ostersonnabend brachten Straßenarbeiter neongrüne Punkte und andere Markierungen auf die Fahrbahn. Zahlreiche Passanten und Anwohner verfolgten die Aktion neugierig. Diese ist Teil eines umstrittenen Tests, mit dem Senat und Bezirk herausfinden wollen, wie sich die beliebte Einkaufsstraße zur „Begegnungszone“ umgestalten lässt.
Lob und Kritik für die Verkehrsberuhigung
An den Absperrungen guckten die Passanten am Sonnabend amüsiert zu, wie die Arbeiter die Punkte nach einem genau vorgegebenen Plan sorgfältig auf die Straße sprühten. „Das finde ich gut, und auch abgesenkten Bürgersteige sind sinnvoll“, sagte eine Passantin. Ein älterer Mann war eher kritisch: „„Die probieren hier alles an uns aus, das ist ‘nen Experimentierfeld. Immerhin machen sie es hier und nicht am Chamissoplatz, da wohne ich nämlich.“ Vor allem die „Parklets“, mobile Sitzecken am Straßenrand für knapp 900.000 Euro, haben weit über den Kiez hinaus für Kritik gesorgt. Tags sind sie selten genutzt und im Weg, nachts lärmen darin Partygäste.
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