Fotobuch

Wie das Ostkreuz zum Mythos wurde

Ein Bildband erzählt die Geschichte des Bahnknotens. Für Morgenpost-Leser gibt der Autor eine kostenlose Führung.

Das Ostkreuz bei Nacht: Mit täglich weit mehr als 100.000 ein-, aus- oder umsteigenden Fahrgästen gilt der Kreuzungsbahnhof als eine der am stärksten frequentierten Bahnstationen in Deutschland. Das Foto vom Ringbahnsteig F entstand 2017

Das Ostkreuz bei Nacht: Mit täglich weit mehr als 100.000 ein-, aus- oder umsteigenden Fahrgästen gilt der Kreuzungsbahnhof als eine der am stärksten frequentierten Bahnstationen in Deutschland. Das Foto vom Ringbahnsteig F entstand 2017

Foto: Burkhard Wolly und andere / BM

Berlin. Da noch ein kleines Aufsichtshäuschen, dort noch ein paar Eisenpfeiler. Auch ein Teil der alten Fußgängerbrücke ist wieder aufgebaut. Mit dem 2006 begonnenen und kurz vor dem Abschluss stehenden Umbau des Ostkreuzes gibt es nicht mehr allzu vieles, was an den alten Bahnhof erinnert. Dabei ist die Station an der Grenze von Friedrichshain und Lichtenberg nicht nur einer der wichtigsten Verkehrsknoten Berlins, sondern auch einer der ältesten Bahnstationen der Stadt.

Umso verdienstvoller, dass Autor Sven Heinemann und Fotograf Burkhard Wollny nun erzählen, wie der lange Zeit als „Rostkreuz“ verrufene Bahnhof nicht nur für viele Berliner zum Mythos wurde. Der opulente und mit vielen Hintergrundinformationen ausgestattete Bildband zeigt bislang unveröffentlichte Fotos aus der wechselvollen Geschichte der Station, die 1885 unter dem Namen Stralau-Rummelsburg eröffnet wurde.

Die Eisenbahn war damals die Lokomotive für eine Entwicklung Berlins von einer preußischen Residenz zu einer Weltme­tropole. Ostkreuz wurde dabei zum wichtigsten Kreuzungsbahnhof für den damals geradezu revolutionären S-Bahnverkehr. Für das Buch durchstöberte Bahnenthusiast Heinemann (39) seit 2011 Archive und private Nachlässe, immer auf der Suche nach neuem Bildmaterial. Ein Teil des Verkaufserlöses kommt dem Verein Historische S-Bahn Berlin zugute.

Autor Sven Heinemann bietet den Lesern der Berliner Morgenpost am Sonntag, 24. Juni, eine exklusive und kostenlose Ostkreuz-Führung an. Treff: 11 Uhr an der Sonntagstraße Ecke Simplonstraße.

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