Bei der Aktionswoche von Berliner Hausbesetzern und linksautonomen Gruppen in Friedrichshain ist es zu ersten Gewaltausbrüchen gekommen.

Linksextremisten griffen am Donnerstagabend an der Rigaer Straße mehrere Polizisten mit Steinwürfen an, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Drei Beamte wurden verletzt, sechs Randalierer festgenommen.

Zuerst warfen die Randalierer gegen 19 Uhr Steine von Hausdächern auf ein vorbeifahrendes Polizeiauto. Kurz darauf griffen Kneipengäste Polizisten mit Barhockern an. Die Sicherheitskräfte wehrten sich mit Pfefferspray. Die Randalierer rissen die hintere Tür eines Polizeimannschaftswagens auf und warfen einen Stein in Richtung des Fahrers. Der Stein traf die Frontscheibe.

Umzug am Freitagabend abgebrochen

Seit Montag läuft in dem Kiez die Aktionswoche mit dem Motto: „25 Jahre Selbstorganisation und Widerstand“. Es geht um Proteste gegen Kapitalismus und Stadtveränderung. Vor einem Jahr kam es bei einem sogenannten Aktionstag zu heftigen Ausschreitungen mit Steinwürfen und brennenden Barrikaden. Die Berliner Polizei wollte verstärkt im Kiez präsent sein und gegen Ausschreitungen gleich zu Beginn vorgehen.

Am Freitagabend ab 21 Uhr war eine Kundgebung mit Demonstration angemeldet. Der Umzug mit etwa 600 Personen verlief zunächst ruhig, wurde dann aber von den Veranstaltern selbst gegen 22 Uhr in Höhe Samariterstraße vorzeitig für beendet erklärt. Demoteilnehmer wollten auf der Frankfurter Allee beide Richtungen nutzen, was den Auflagen der Polizei widersprach.

dpa