Unter der Warschauer Straße entsteht für rund eine Million Euro eine neue Abwasserstaustelle, eine sogenannte Drossel. Sie soll nach ihrer Fertigstellung im April 2015 bei starken Regenfällen verhindern, dass Abwasser in die Spree überläuft. Die 17 Meter lange Konstruktion wird in einen zwei Meter hohen Kanal gebaut und lässt nur 200 Liter pro Sekunde passieren. Der Rest fließt zum Abwasserpumpwerk des Radialsystems XII an der Rudolfstraße.
Das Drosselbauwerk gehört zu dem mit dem Senat vereinbarten Gewässergüteprogramm. Darin haben sich die Berliner Wasserbetriebe verpflichtet, bis 2020 rund 307.000 Kubikmeter Wasserstauraum, darunter Regenbecken, Staumauern oder Wehre, zu schaffen. 230.000 Kubikmeter sind, laut Wasserbetrieben, fertiggestellt – das entspricht der Wassermenge von 92 olympischen Schwimmbecken.
Auf der Warschauer Straße gibt es bis auf weiteres in beiden Richtungen nur eine Fahrspur. Insgesamt erneuern die Wasserbetriebe und das Tiefbauamt dort 200 Meter Abwasserkanal, 72 Gullys und 32 Einstiegsschächte, Geh- und Radwege.
kbe

