In der Nacht zu Freitag ist eines der bekanntesten Street-Art-Gemälde Berlins verschwunden: Arbeiter übermalten am späten Freitagabend das Werk des italienischen Künstlers Blu an der Cuvrybrache in Kreuzberg. Dabei waren Kranwagen und Flutlichtmasten im Einsatz, wie am späten Donnerstagabend bei Twitter veröffentlichte Fotos zeigen. Am Morgen war nur noch eine schwarze Fläche an den Brandmauern zu sehen, Graffiti in Bodenhöhe wurden dabei allerdings nicht entfernt.

Offen war zunächst, wer genau für das Übermalen der Bilder verantwortlich war. Das Street-Art-Portal polysingularity.com zitierte am Freitagmorgen ein vermeintliches Statement des anonym bleibenden Künstlers. Demnach sei Blu selbst für die Aktion verantwortlich und wolle damit ein politisches Signal senden.

Niemand solle einen Vorteil aus seiner Arbeit ziehen, heißt es dort. Demnach wolle die Immobiliengesellschaft, der der Baugrund der Cuvry-Brache gehört, das Kunstwerk nutzen, um höhere Preise zu erzielen. Der Künstler wolle ihnen nun zuvorkommen und „sein eigenes Schiff zum Sinken bringen“. Es sei eine „Fuck you“-Geste zur Berliner Stadtentwicklungspolitik.

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Erst Ende November hatte die Grünen-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Friedrichshain-Kreuzberg vorgeschlagen, das Wandgemälde unter Denkmalschutz zu stellen. 2015 sollen Bauarbeiten für Wohnhäuser auf der Brache beginnen.

Die umzäunte Fläche war lange Zeit besetzt und wurde nach einem Großbrand im September 2014 von der Polizei geräumt.

So entstand das Wandgemälde an der Cuvry-Brache

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