Eine Gruppe vermummter Täter hat in der Nacht zu Montag einen Anschlag auf ein saniertes Wohnhaus an der Liegnitzer Straße Ecke Reichenberger Straße in Berlin-Kreuzberg verübt. Zeugen beobachteten, wie die Täter gegen 0.20 Uhr Steine und Farbbeutel gegen das Gebäude warfen.
Bei dem Objekt handelt es sich um ein Carloft-Haus. Darin können die Bewohner ihre Autos mit einem Aufzug auf die Ebene ihrer Wohnungen heben.
Nach Polizeiangaben zersplitterten mehrere Fensterscheiben. Demnach wurden sowohl Fensterscheiben im Erdgeschoss als auch im ersten Obergeschoss zerstört. Außerdem wurden drei Fahrzeuge beschädigt, die in unmittelbarer Nähe geparkt waren. Die Wagen wurden mit Farbe bespritzt. Verletzt wurde bei dem Anschlag niemand.
Die Täter sollen sich anschließend in zwei Gruppen aufgeteilt haben. Eine Gruppe rannte in Richtung Paul-Lincke-Ufer, die andere flüchtete in Richtung Görlitzer Park. Um wie viele Täter es sich handelt, ist noch unklar.
Die Polizei geht von einem politischen Motiv aus. Deshalb hat der Staatsschutz des Landeskriminalamts die Ermittlungen übernommen.
Es ist nicht das erste Mal, dass ein Carloft-Haus in Kreuzberg Ziel eines Anschlags geworden ist.
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