Kani Alavi von der Künstlerinitiative East Side Gallery hat sich gegen den Vorschlag der Grünen ausgesprochen, dass die Rückseite der berühmten Galerie an der Mühlenstraße künstlerisch gestaltet wird. Die Grünen hatten, wie berichtet, den Antrag in der BVV Friedrichshain-Kreuzberg gestellt, dass ab Sommer 2013 eine West Side Gallery mit wechselnden Ausstellungen gezeigt werden soll. Sie schlagen als Auftakt große Panoramabilder des Fotografen Kai Wiedenhöfer vor, die als Plakate aufgeklebt werden. „Das würde die East Side Gallery verfälschen und ihr die Authentizität nehmen“, sagte Alavi am Donnerstag. Auch die SPD-Fraktion in der BVV lehnt die West Side Gallery ab. „Wir sind der Meinung, dass dieser Erinnerungsort als Teil des Berliner Gedenkstättenkonzeptes unverändert bestehen sollte“, so die SPD-Verordnete Miriam Noa. Die Rückseite der East Side Gallery sei zwar nicht mehr so weiß wie nach der Sanierung, aber Graffiti sei stets ein essenzieller Bestandteil der Mauer gewesen.
saf

