An der katholischen Kirche Sankt Ludwig am Ludwigkirchplatz in Wilmersdorf sind in der vergangenen Woche ein Hakenkreuz und Siegrunen in die Holztür geritzt worden, teilte die Polizei mit. Die verfassungswidrigen Symbole wurden diese Woche entdeckt, es sei bereits der zweite Fall innerhalb gut einer Woche gewesen, sagte ein Kirchenmitarbeiter der Berliner Morgenpost. Die Symbole seien vorerst abgedeckt worden und würden entfernt.
Die Ermittlungen zu dem Fall dauerten an, teilte die Polizei mit. Der Staatsschutz ermittelt. Der Mitarbeiter der Kirche wertete den wiederholten Vandalismus als „bewussten feindlichen Akt“ gegen die christliche Kirche, die wiederum gegen Nationalsozialismus und Rechtsextremismus einstehe. Die Kirche gilt als eine der wichtigsten katholischen Kirchen in Berlin. Sie ist Anlaufpunkt für viele Menschen und steht im Zentrum eines beliebten und belebten Platzes.
2024 gab es rechtsextremen Vandalismus gegen evengelische Kirche
Im Juni 2024 hatte es in Prenzlauer Berg rechtsextrem motivierten Vandalismus an einer evangelischen Kirche gegeben, die sich in einem Schaukasten gegen Rechtsextremismus positioniert hatte. Berlins evangelischer Bischof Christian Stäblein sagte damals, immer wieder würden Kirchen beschmiert oder Schaukästen zerstört. Dies richte sich offenkundig gegen das Engagement der betroffenen Gemeinden, die sich stark machten gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus. „Wir werden uns nicht einschüchtern lassen.“



