Zum vierten Mal hat die Berliner Verkehrsverwaltung ihre Haltung zum Fußgängertunnel unter dem Messedamm am Internationalen Congress Centrum (ICC) geändert. Das berichtet der „Tagesspiegel“. Der Tunnel, bekannt als „Tunnel des Grauens“, sollte ursprünglich dauerhaft geschlossen werden – nun soll er dem Bericht zufolge erhalten bleiben, aber nur noch bei publikumsstarken Messen wie der Grünen Woche, der ITB oder der IFA für Fußgänger geöffnet werden.

Aus Gründen der Leistungsfähigkeit soll die Anlage „nur noch im Veranstaltungsfall geöffnet werden“, teilte ein Sprecher von Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) dem „Tagesspiegel“ mit. Für eine dauerhafte Schließung müsste die Kreuzung Messedamm / Masurenallee / Neue Kantstraße umgebaut werden – dort gibt es bisher keine Fußgängerüberwege. Einen Zeitplan oder Kostenschätzung dafür gibt es bislang ebenfalls nicht.

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Tunnel unter Messedamm am ICC: Neue Pläne für Unterführung

Konkreter sind die Pläne des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf. Der Tunnel soll dauerhaft von Sportvereinen genutzt werden. Stadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) kündigte an, im Sommer Fördermittel für die Sanierung zu beantragen. Rund drei bis vier Millionen Euro seien nötig, um etwa Fahrstuhl, Toiletten und Umkleiden zu erneuern. In den Nebenräumen des Tunnels ist ausreichend Platz vorhanden.

Seit der Schließung des ICC im Jahr 2014 wird der Tunnel kaum genutzt. Der Fahrstuhl fehlt, die Rolltreppen sind defekt, Beschilderungen sind beschmiert. Der Tunnel zieht Skater, Obdachlose und Filmteams an.

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