Die Kaiser-Wilhelm Gedächtniskirche auf dem Breitscheidplatz gehört zu den bedeutendsten Berliner Bauwerken. Das Ensemble aus der Ruine des Alten Turms und den in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts geschaffenen vier Gebäuden – Kirche, Glockenturm, Kapelle und Foyerbau – ist Wahrzeichen der Stadt und Magnet für Besucher aus aller Welt. Seit Jahren ist der freistehende Glockenturm zum Schutz vor herunterfallenden Betonstücken eingerüstet. Nun beginnt die Sanierung. Betonwaben müssen erneuert, die Glaselemente gereinigt werden.
Der Glockenturm ist das erste Teilprojekt des denkmalgeschützten Ensembles, für das die umfangreichen Sanierungspläne umgesetzt werden. Dann kann er endlich der Stadt Berlin zurückgegeben und wieder betrachtet werden. Was aber macht diesen Turm so einzigartig? Und was hat sich der Architekt Egon Eiermann einst bei dem Entwurf dieses Glockenturms gedacht? Das können Geschichts- und Architekturinteressierte am Sonntag, 16. März, um 19 Uhr bei einem Podiumsgespräch in der Gedächtniskirche erfahren.
Architektur-Experten auf dem Podium
Auf dem Podium diskutieren der für die Sanierung und Erhaltung des Glockenturms zuständige Architekt Steffen Obermann (Architekturbüro adb) und Matthias Ludwig, Theologe und Berater für Kirchenbau und -umbau. Moderiert wird das Gespräch von dem Architekturjournalisten Ulf Meyer.
Bereits um 18 Uhr findet dazu ein Gottesdienst mit dem Thema „Wachen, Hoffen, Feiern“ statt. Es predigt Gedächtniskirchenpfarrerin Sarah-Magdalena Kingreen. An der Orgel ist Sebastian Heindl zu hören. Beide Veranstaltungen sind kostenfrei, um eine Spende für die Sanierung des Eiermann-Ensembles wird gebeten. BM/ab


