In der Nacht zu Montag ist in einem Altbau in Wilmersdorf ein Feuer ausgebrochen. Schnell stand im dritten Obergeschoss eine ganze Wohnung in Flammen.

Wer auch in dem Haus wohnen soll: der Schauspieler Kida Khodr Ramadan (47). Darüber hatte zuerst die „B.Z.“ berichtet. Ramadan ist vor allem für seine Rolle als Ali „Toni“ Hamady in der Serie „4 Blocks“ (2017 bis 2019) bekannt.

Bei dem Brand war ein Mensch gestorben, nach Informationen der „B.Z.“ handelt es sich dabei um eine Frau. Wegen der starken Rauchentwicklung wurden alle anderen Hausbewohner evakuiert, wie die Feuerwehr mitteilte.

Wilmersdorf: Frau stirbt bei Wohnungsbrand

Als die Einsatzkräfte bei dem Altbau eintrafen, brannte die Hinterhofwohnung bereits lichterloh. Bei den Löscharbeiten seien die Feuerwehrleute schnell auf die Person gestoßen, hätten aber nur noch den Tod feststellen können. 

Alle anderen Menschen aus dem Haus, u.a. eben auch Ramadan, brachten sich demnach selbstständig in Sicherheit und blieben unverletzt. Einige Bewohner konnten inzwischen wieder ins Gebäude, einzelne Apartments sind laut Feuerwehr jedoch wegen des Rauchs und des Löschwassers unbewohnbar. Die Brandursache war zunächst unklar.

Ramadan soll eigentlich ins Gefängnis

Ramadan hat aktuell Ärger mit der Justiz. Anfang Juli sei er „zum sofortigen Strafantritt binnen vierzehn Tagen“ geladen worden, wie ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft Berlin mitgeteilt hatte. Der 47-Jährige war im Februar 2022 in Berlin als Verkehrssünder zu zehn Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden – zunächst auf Bewährung. Diese wurde jedoch widerrufen. Ramadan bekam Anfang des Jahres eine Ladung zum Haftantritt. Dagegen wehrte er sich mit verschiedenen Mitteln – bislang vergeblich.

Wann der Schauspieler konkret ins Gefängnis muss, konnte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Anfang Juli noch nicht sagen. Hintergrund der Verurteilung waren 33 Fälle, in denen Ramadan ohne Fahrerlaubnis am Steuer erwischt worden war. Dass Ramadan dafür – anders als zunächst vorgesehen - in Haft soll, ist aus Sicht seines Verteidigers Kai Walden auf einen Formfehler zurückzuführen.

dpa/BMO