Melanie Müller von Hindenburg freut sich zwar, dass sie nach dem Lockdown wieder mehr Umsatz macht. Aber noch fröhlicher stimmt die Inhaberin der Schmuckmanufaktur „bonitaperla“ in Charlottenburg die netten Begegnungen mit ihren Kunden. „Ich spüre gerade unglaublich viel Liebe und Glück. Viele sind froh, dass mein Laden noch existiert“, sagt sie. Die positive Resonanz tröstet sie darüber hinweg, dass sie noch nicht so viel Geld einnimmt wie vor der Krise. Damals konnte man Müller von Hindenburgs Laden besuchen, um dort eigenen Schmuck herzustellen. Da die Verkaufsfläche klein ist, können sich im Geschäft inzwischen nur noch drei Kunden gleichzeitig aufhalten. Die Schmuckherstellung vor Ort ist nun nicht mehr möglich. Die Inhaberin hat sich jedoch neue Verkaufsstrategien einfallen lassen. Etwa Do-it-yourself-Sets mit Perlen und Fäden. „Gestern hat mich eine Oma mit ihrer Enkelin besucht“, erzählt Müller von Hindenburg. „Sie haben sich Do-it-yourself-Sets gekauft und sind zum Mittagessen gegangen, um dort ihre Ketten zu fädeln.“ Anschließend seien sie wieder in das Geschäft gekommen, damit die Inhaberin ihnen beim Zuknoten hilft. „Solche Erlebnisse genieße ich“, sagt sie. Müller von Hindenburg musste während des Lockdowns Personal entlassen. Die Stimmung im Laden sei dennoch gut, erzählt sie: „Und wir merken auch, dass es finanziell wieder bergauf geht.“
bonitaperla Schmuckmanufaktur, Leonhardt-straße 4, 14057 Berlin, www.bonitaperla.com
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