Schon seit einigen Jahren hatte Eisbärin Katjuscha Probleme mit dem Herzen: Am Heiligabend hörte es auf zu schlagen. Pfleger fanden die 37 Jahre alte Bärin am 24. Dezember tot auf ihrer Außenanlage. Nach Auskunft des Zoos war das Tier die älteste Eisbärin Europas. Im natürlichen Lebensraum werden Eisbären maximal 25 bis 30 Jahre alt. Katjuscha war die letzte Eisbärin im Zoo, mit ihrem Tod ist die Anlage verwaist. „Wir wünschen uns natürlich, dass es im Zoo wieder Eisbären zu sehen gibt“, sagt Sprecherin Christiane Reiss. Doch man müsse jetzt erst darüber beraten, wie es weitergeht.
Katjuscha wurde im Zoo Karlsruhe geboren und kam mit einem Jahr nach Berlin. Bekannt wurde sie vor allem in der Zeit, als sie mit Eisbär Knut auf einer Anlage lebte. „Die dicksten Freunde waren die beiden nicht“, erinnert sich Christiane Reiss. Die Alt-Eisbärin flößte dem jungen Knut Respekt ein und erhob auch mal die Tatze. Knut lernte schnell seine Lektion und hielt fortan Abstand.
Vor sechs Jahren wurden bei Katjuscha altersbedingte organische Veränderungen und massive Wassereinlagerungen festgestellt. Deshalb bekam sie täglich sie Medikamente. „Zu ihrem letzten Geburtstag im November hat sie sogar noch eine komplette Fischtorte verzehrt“, erklärt Zoo- und Tierpark-Direktor Andreas Knieriem.
Am Dienstag gab der Zoo Berlin weitere Details zur Todesursache bekannt. Demnach starb Katjuscha an Herzversagen, sagte eine Sprecherin des Zoos am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Das habe eine Untersuchung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) ergeben. Auch die Nieren und weitere Organe seien altersbedingt geschädigt gewesen.





