Berlin-Touristen, die mit dem Bus in die Hauptstadt kommen, werden zukünftig von einem zehn Meter hohen Seil inklusive Seemannsknoten begrüßt. Der „Knotenpunkt“ vom Künstler Michael Sailstorfer hat den Kunstwettbewerb für den Zentralen Omnibus Bahnhof Berlin (ZOB) in Charlottenburg gewonnen. Er hat sich unter zehn weiteren künstlerischen Entwürfen durchgesetzt.
Bezug zu architektonischen Ikonen Berlins
Das aufragende Seil wurde am 20. Januar 2022 vom Preisgericht aufgrund des einfachen, eindeutigen und direkten inhaltlichen Bezugs zum ZOB Berlin als überzeugendster Vorschlag gewertet, wie aus einer Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa hervorgeht. Das Kunstobjekt würde den Busbahnhof als „Verkehrsknoten“ räumlich fassen und „zugleich Bezüge zu architektonischen Ikonen des Berliner Stadtraums“ herstellen. Darüber hinaus wecke es weitere Assoziationen und erinnere beispielsweise an Zaubertricks aus Kindheitstagen.
Der nichtoffene Kunstwettbewerb mit vorgeschaltetem berlinweit offenem Bewerbungsverfahren wurde anlässlich der Baumaßnahmen des ZOB im Juni 2021 von Kultursenat ausgerufen, in Abstimmung mit der Verkehrssenatsverwaltung sowie der Internationalen Omnibusbahnhof Betreibergesellschaft mbH und den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG).
Bis Ende 2022 soll am ZOB eine neue Wartehalle entstehen, die im ersten Quartal 2023 mit Shops ausgebaut werden soll. Damit wird der Busbahnhof um eine dritte Wartehalle erweitert.
ZOB Berlin: 203.000 Euro für das Kunstobjekt
Aufgabe für die Künstlerinnen und Künstler war es, eine Kunst am Bau zu entwerfen, die sich auf die räumliche, architektonische und soziale Situation des ZOB bezieht. Mit der Kunst solle die „Willkommenskultur“ gestärkt werden. Für die Realisierung des Kunstobjektes stehen bis zu 203.000 Euro zur Verfügung.
Die neun anderen Entwürfe sind vom 14. bis zum 25. Februar 2022 in der Woche zwischen 9 und 18 Uhr beim Umweltsenat, Am Köllnischen Park 3, zu besichtigen. Einlass nur unter 3G-Bedingungen.


