Hertzallee

Bahnhof Zoo: Hochhausquartier kann kommen

| Lesedauer: 2 Minuten
Isabell Jürgens
Diese vier Hochhäuser sollen nördlich der Hertzallee entstehen.

Diese vier Hochhäuser sollen nördlich der Hertzallee entstehen.

Foto: SenStadt, C. Schlippes / BM Infografik / Berliner Morgenpost

An der Hertzallee in Charlottenburg sollen in der Nähe des Bahnhofs Zoo vier Hochhäuser mit einer Höhe von bis zu 110 Metern entstehen.

Berlin.  Der Weg ist frei für den Bau von vier Hochhäusern mit einer Höhe von bis zu 110 Metern: Den Abschluss einer entsprechende Vereinbarung haben die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und die Projekt Berlin Hertzallee GmbH am Dienstag bekannt gegeben.

Basierend auf dem städtebaulichen Entwurf des Büros Yellow Z & bgmr Landschaftsarchitekten haben sich die Parteien darauf geeinigt, dass auf dem Areal nördlich der Hertzallee mit rund 150.000 Quadratmetern Geschossfläche ein urbaner Campus mit universitätnahen Nutzungen, Büros und Wohnungen entstehen wird.

Das Gebäude eines Busdepots der BVG bildet den Abschluss des Gebiets in Richtung Zoo. Da die BVG ihre Bus-Flotte bis 2030 elektrisch betreiben muss, soll die Busbetriebsendhaltestelle dort als E-Lade-Depot errichtet werden. Für die Steuerung des umfangreichen Projekts haben die Parteien den Projektsteuerer Drees & Sommer beauftragt.

Für die Technische Universität Berlin (TU Berlin) sind unter anderem der neue KI-Tower, Physiklabore und eine Science-Galerie vorgesehen. Weitere geplante TU-nahe Nutzungen sind studentisches Wohnen und Gästewohnungen.

Hertzallee und Hardenbergplatz: Das ist der Bebauungsplan

Grafik vergrößern

Im nächsten Schritt plant die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen in Kooperation mit den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf und Mitte eine städtebauliche Neuordnung der Bereiche nördlich und südlich der Hertzallee sowie des Hardenbergplatzes.

„Das Gebiet hinter dem Bahnhof Zoo, das so lange im Dornröschenschlaf lag, wird nun in einem gemeinsamen Prozess kreativ und konstruktiv auf höchstem Niveau weiterentwickelt. Wir freuen uns darüber, zahlreiche Methoden und Maßnahmen zur Schaffung vitaler, attraktiver Stadtquartiere hier verdichtet in einem Bereich zusammenbringen zu können, die City West weiterzuentwickeln und hierfür engagierte Partner für die Umsetzung an unserer Seite zu haben“, erklärte Manfred Kühne, Abteilungsleiter für Städtebau und Projekte.

Hardenbergplatz wird Verkehrsknotenpunkt

Am Hardenbergplatz sehen die Planungen der Senatsverwaltung keine Hochhäuser vor. Der Platz soll zu einem Verkehrsknotenpunkt weiterentwickelt werden. Über vier Linien soll er künftig an das übergeordnete Straßenbahnnetz angeschlossen werden.

Der nördliche Bereich des Hardenbergplatzes wird dazu ab 2025 für drei bis fünf Jahre zum vorübergehenden Standort für die Busbetriebsendhaltestelle. Die Haltestelle wird dann vom Areal der Hertzallee Nord verlegt, damit dort die Baumaßnahmen beginnen können.