Verkehr

Verkehrsausschuss stimmt für Fahrradstraße auf Havelchaussee

Der Verkehrsausschuss Charlottenburg-Wilmersdorf hat zwei Anträgen zugestimmt, die eine Fahrradstraße auf der Havelchaussee fordern.

Die Havelchaussee soll zur Fahrradstraße werden, fordert eine Online-Petition.

Die Havelchaussee soll zur Fahrradstraße werden, fordert eine Online-Petition.

Foto: Martinus Schmidt

Die Havelchaussee soll zur Fahrradstraße werden, fordert eine Online-Petition des Journalisten Jan-Eric Peters. Unterstützung erhält Peters nun von drei Fraktionen in Charlottenburg-Wilmersdorf. SPD, Linke und Grüne stimmten im Verkehrsausschuss für Anträge, die das Bezirksamt auffordern, sich bei der Senatsverkehrsverwaltung für die Idee einzusetzen.

In den beiden Anträgen heißt es weiter, die Havelchaussee solle aus dem Hauptverkehrsnetz gestrichen werden, um sie für Autos zu sperren. Anrainer und Gäste der anliegenden Restaurants sollen die Straße jedoch weiterhin mit dem Auto passieren dürfen. Die Havelchaussee soll demnach auch für Busse passierbar bleiben, ihr Fahrtakt soll verdichtet werden.

BVV wird voraussichtlich für Anträge stimmen

Gegen diese Anträge stimmten die CDU, die AfD und die FDP. Die FDP reichte einen eigenen Antrag ein, wonach an der Havelchaussee lediglich der bestehende Radweg verbessert und verbreitert werden soll. Er fand jedoch im Ausschuss keine Mehrheit.

Den Anträgen, die eine Umsetzung der Fahrradstraße fordern, wird voraussichtlich auch in der kommenden Bezirksverordnetenversammlung (BVV) am Donnerstag zugestimmt. Dort stellen SPD, Linke und Grüne die Mehrheit der Zählgemeinschaft.

Entscheidung über Fahrradstraße liegt bei Senatsverkehrsverwaltung

Peters Online-Petition hatten am Mittwochnachmittag bereits fast 5000 Unterstützer unterschrieben. Es gibt jedoch auch drei Gegen-Petitionen auf der Plattform change.org, die fordern, die Havelchaussee nicht für Autos zu sperren. Sie hatten am Mittwochnachmittag insgesamt 1250 Unterstützer gefunden.

Die Zustimmung des bezirklichen Verkehrsausschusses zu seinem Vorstoß wertet Peters als Erfolg. „Die erste wichtige Hürde auf dem Weg zur verkehrsberuhigten Fahrradstraße ist also genommen“, schrieb Peters auf der Petitions-Plattform. Er rief seine Unterstützer dazu auf, „weiter Druck“ zu machen. Schließlich liege die Entscheidung, die Havelchaussee aus dem Hauptverkehrsnetz zu nehmen, bei der Senatsverkehrsverwaltung und nicht beim Bezirk. Das Vorhaben sei also „kein Selbstläufer“, betonte Peters.