Das Fotostudio Urbschat gehört zum Kurfürstendamm wie Kranzler und Kempinski. Sein Gründer, Horst Urbschat, ist in der Nacht zum 20. August im Alter von 92 Jahren gestorben.
Nach dem Krieg begann Urbschat eine Ausbildung als Filmtechniker. Da es zu wenig Arbeit gab, beschloss er, sein Geld mit der Fotografie zu verdienen. Er arbeitete als Fotojournalist und dokumentierte das zerbombte Berlin in den Jahren 1945 bis 1950. Daraus entstand das Buch „Berlin im Jahre Null“. 1969 kaufte er das 1886 gegründete Fotostudio des ehemaligen Hoffotografen Dürkoop, gab ihm seinen Namen und legte damit den Grundstein für ein Familienunternehmen.
„Ich war mit 13 überall dabei. Mein Vater hat sein ganzes Leben lang gearbeitet. Er hat mit Liebe fotografiert und uns den Bazillus weitergegeben“, sagt seine Tochter Daniela Urbschat. Sie und ihre Schwester Nicole fotografierten internationale und Berliner Prominenz, führten das Fotostudio weiter, durch schwierige Zeiten, als das Geschäft am Kudamm 170 vor sechs Jahren die Kündigung vom Vermieter erhielt. Legendär waren dort die Partys, wenn vom Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen bis zu Schauspielern wie Brigitte Grothum und Dieter Hallervorden „janz West-Berlin“ kam.
Das Fotostudio Urbschat fand neue Räume am Kudamm 157 und wird inzwischen in dritter Generation von Yvonne Urbschat-Huber geführt, der Enkelin des Fotografenmeisters Horst Urbschat.


