Autobahndreieck Funkturm

Eichkamp-Anwohner protestieren gegen Umbau-Pläne

Das Autobahndeieck Funkturm soll ab 2023 umgebaut werden. Anwohner befürchten mehr Durchgangsverkehr. Am Sonnabend gab es eine Demo.

Anwohner gehen gegen die Umbaupläne für das Dreieck Funkturm auf die Straße.

Anwohner gehen gegen die Umbaupläne für das Dreieck Funkturm auf die Straße.

Foto: Charlotte Bauer

Berlin. „Ändert eure Pläne, sonst zeigen wir die Zähne“, rufen mehrere hundert Menschen am Sonnabendvormittag in der Nähe des Messegeländes. Sie demonstrieren gegen die Pläne zum Umbau des Autobahndreiecks Funkturm. Die Bauarbeiten sollen 2023 beginnen. Viele Anwohner befürchten, dass sich dadurch der Durchgangsverkehr in die Wohngebiete verlagert.

„Es sollen sieben Autobahnabfahrten durch zwei ersetzt und der Verkehr durch unser Wohngebiet umgeleitet werden“, sagt etwa Anwohner Ulrich Geuer (62). „Das wird nicht funktionieren, die Straßen sind ohnehin schon belastet.“ Anwohnerin Kathrin Berger-Glei sorgt sich um die Sicherheit ihrer Kinder. „Hier befinden sich Schulen und Kindergärten. Durch die Umleitung erhöht sich das Unfallrisiko und es wird vermehrt zu Staus kommen.“

Die Anwohner fordern als Alternative eine Umleitung durch unbewohnte Straßen am Messedamm. Die Demonstranten halten Schilder in die Höhe mit der Aufschrift: „Nicht über unsere Köpfe hinweg.“ Ihr Ziel ist es, mit den Planern in einen Dialog zu treten und gemeinsam an einer alternativen Lösung zu arbeiten. „Wir haben das Gefühl, dass bei der Planung nur darauf geachtet wurde, was das Beste für die Autobahn ist, und wir Anwohner wurden dabei außen vor gelassen“, ärgert sich Berger-Glei.