Die Berliner Messegesellschaft hat im Jahr 2018 mehr Teilnehmer bei ihren Veranstaltungen begrüßen können als jemals vorher. 2,5 Millionen Besucher wurden auf 120 Messen, Kongressen und anderen Events gezählt, das sind 100.000 mehr als 2016 und ein Plus von 600.000 gegenüber 2014. Die Messe vergleicht wegen der unterschiedlichen Veranstaltungszyklen ihre Ergebnisse stets mit den Resultaten von vor zwei Jahren.
Auch beim Umsatz steuert die Messe Berlin GmbH auf ein Rekordergebnis zu. 347 Millionen Euro werden 2018 erwirtschaftet, mehr als jemals zuvor. 40.000 Aussteller aus 180 Ländern zeigten auf dem Messegelände Präsenz. „Das Kongress- und Messegeschäft in Berlin wächst weiter und leistet einen immer stärkeren Beitrag zu Berlins Wirtschaft“, sagte Messe-Chef Christian Göke am Mittwoch.
Der Rekord dieses Jahres mit einem Plus von zwölf Prozent steht in einer langen Reihe von stets wachsenden Ergebnissen. 2016 hatte die Messe 308 Millionen Euro umgesetzt, zwei Jahre zuvor waren es 270 Millionen und 2010 noch 217 Millionen Euro. In den ungeraden Jahren liegen die Umsätze immer niedriger, weil große Veranstaltungen nur in geraden Jahren laufen. Aber auch in dieser Reihe steigen die Umsätze seit Jahren an.
Wirtschaft in Berlin profitiert vom Messegelände
Die Berliner Wirtschaft profitiert von dem Andrang auf dem Messegelände unter dem Funkturm. Mit 1,7 Milliarden Euro beziffert die Messe auf Grundlage einer Studie der Investitionsbank Berlin den Zufluss an Kaufkraft in der Region. Der Fiskus erhält aus dieser zusätzlichen Wirtschaftsleistung Steuern in Höhe von 84 Millionen Euro pro Jahr.
Mit solchen Zahlen unterstreicht die Messe ihre Bedeutung für die Stadt, die dabei ist, massiv in die Messe zu investieren. Denn die Hallen rund um den Sommergarten sind in die Jahre gekommen und werden im Zuge eines Masterplanes sukzessive saniert und auf einen modernen Stand gebracht. Im April 2019 will die Messe GmbH mit dem „hub27“ einen wichtigen Baustein für die Sanierungspläne eröffnen. Die multifunktionale Messe- und Kongresshalle für Veranstaltungen mit bis zu 11.500 Personen soll als Ausweichfläche dienen, wenn reihum über 15 Jahre andere Hallen geschlossen und modernisiert werden.
Die Baukosten betragen 75 Millionen Euro, man liege im Zeit- und Kostenrahmen, versicherte der Messe-Chef. Die Gesamtkosten für den „hub27“ betragen 75 Millionen Euro.
Das Kongressgeschäft läuft nach Einschätzung Gökes auch ohne das nach wie vor geschlossene Internationale Congress Centrum gut. Zu 64 Gastveranstaltungen kamen 465.000 Kongressbesucher im Jahr 2018 vor allem in den anstelle der früheren Eissporthalle erbauten City Cube.


