Seine Rätsel stehen jeden Tag in der Berliner Morgenpost und werden von vielen Lesern sehnsüchtig erwartet. Am Donnerstagabend konnten sich 150 Leser von Deutschlands bekanntesten Rätselmacher Stefan Heine in einer launigen Show im Zoo Palast unterhalten und auch verblüffen lassen. Heine führte unter dem Motto „Eos, Egede und Aguti... wer rätselt mit?“ zwei Stunden lang mit kniffligen Aufgaben, lustigen Anekdoten, Tipps, Tricks und Wissenswertem in die Welt des Denksports ein.

Der Morgenpost-Rätsel-Spezialist klärte nicht nur Fragen wie: Hat der Mensch schon immer gerätselt? Schließlich gibt es schon in uralten Sagen Rätsel mit großer Bedeutung für die Geschichte, beispielsweise: Wie konnte Ödipus das Rätsel lösen, das ihm die Sphinx aufgab? Heine gab Einblicke in die Kulturgeschichte der Rätsel, ihre Moden und als Phänomene ihrer Zeit, zeigte mörderische Denksportgedichte, die Schiller und Goethe verfasst haben und erzählte von einer der aufwendigsten kriminalistischen Untersuchung, die es jemals gab: dem Kreuzworträtselmord. Um einen Kindermord 1981 aufzuklären, durchforsteten DDR-Ermittler 30.000 Wohnungsanträge, 40.000 Kfz-Bestellungen und 250.000 Ausweisanträge, um sie mit dem Schriftbild in einem Kreuzworträtsel vom Tatort zu vergleichen. Der Täter wurde übrigens gefasst.

Obwohl es Heine mit einem Saal voller Rätselexperten zu tun hatte, konnte er doch dem einen oder anderen noch ein paar Methoden und Kniffe beibringen, um besser und schneller zu Lösungen zu kommen. Ein Fazit des Publikums: Das tägliche Rätselraten daheim beim Morgenkaffee am Küchentisch ist der richtige Kick in den Tag, aber in großer Runde Lösungen gemeinsam zu finden macht auch sehr viel Spaß.