Schön war es schon lange nicht mehr, das Denkmal „Von der Dicken Berta zur Roten Rosa“, das im Gedenken an Rosa Luxemburg auf der Verkehrsinsel am Spichernplatz steht. Geschaffen hat die Plastik der israelische Bildhauer Igael Tumarkin. 1984 wurde sie dem Bezirk Wilmersdorf übergeben. Doch mit dem Glanz war es bald vorbei, die Skulptur rostete und wurde mit Graffiti beschmiert.

So sah die Skulptur vor der Sanierung aus.
So sah die Skulptur vor der Sanierung aus.© Carolin Brühl | Carolin Brühl

Bezirksverordnete wie Marlene Cieschinger (Linke) und Holger Pabst (Piraten), mahnten: "Es handelt sich dabei um ein außerordentliches Dokument der gegenwärtigen Auseinandersetzung mit dem Weltkrieg 1914 bis 1918 sowie der Aufarbeitung der demokratisch geprägten Geschichte Deutschlands", schrieben sie und beantragten die Sanierung der Skulptur.

Stadträtin besuchte Tumarkin

Jetzt erstrahlt das Denkmal nach umfassender Sanierung wieder in neuem Glanz. Möglich geworden ist die Restaurierung, nachdem Kulturstadträtin Heike Schmitt-Schmelz (SPD) Tumarkin bei einer Israel-Reise im Jahr 2017 besucht hat. „Die damalige Begegnung mit diesem besonderen Künstler war einer der besonderen Höhepunkte meiner Reise. Er war sichtlich gerührt, dass sein Werk bis heute immer noch Anklang findet und großes Interesse besteht dieses wieder in einen ordentlichen Zustand zu versetzen“, sagte Schmitt-Schmelz.

Die Sanierung wurde Anfang 2018 in Auftrag gegeben. Die Ausführung jetzt abgeschlossen. Die dafür erforderlichen 9750 Euro erfolgten aus Mitteln der Bauunterhaltung für Nichtschulgebäude, da es für den Unterhalt von Kunstwerken und Denkmälern keine gesonderte Zumessung im Haushalt gibt, so die Stadträtin.