Mit einem Besuch des Anschlagsorts am Berliner Breitscheidplatz haben Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident François Hollande ein Zeichen der deutsch-französischen Solidarität gegen den Terror gesetzt. Merkel sagte vor einem Mittagessen mit dem französischen Staatschef: „Wir sehen, dass wir vor dieser islamistischen Terrorgefahr gemeinsam stehen, dass wir diese Gefahr nur gemeinsam bannen können.“

Mit dem Besuch am Breitscheidplatz, wo der Islamist Anis Amri am 19. Dezember bei einem Lastwagen-Anschlag zwölf Menschen getötet hatte, „wollen wir auch deutlich machen, dass wir uns unsere Art zu leben nicht nehmen lassen“, betonte Merkel. Deutsche und Französen seien „auch in dieser Antwort auf den islamistischen Terrorismus miteinander eng verbunden“.

Hollande sagte mit Blick auf die Solidarität der Kanzlerin nach den Terroranschlägen von Paris und Nizza: „Wenn Frankreich angegriffen wurde, stand Angela Merkel an meiner Seite.“ Die deutsche Regierungschefin „war immer da. Wenn sie physisch nicht da sein konnte, war sie aber moralisch und politisch anwesend, und menschlich vor allem“. Am Anschlagsort werde man „erneut Solidarität zum Ausdruck bringen, aber auch zugleich Stolz auf das, was wir sind: freie Länder, demokratische Länder“, sagte der Staatspräsident.