Charlottenburg

69-Jähriger totgefahren: Haftbefehl gegen Raser vollstreckt

Bei einem illegalen Rennen starb am 1. Februar am Tauentzien ein unbeteiligter Autofahrer. Gegen einen der Raser erging Haftbefehl.

Nach dem tödlichen Autorennen am Kudamm und Tauentzien hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag gegen den mutmaßlichen Todesfahrer einen Haftbefehl wegen Totschlags erwirkt, wie die Polizei mitteilte. Er wurde gegen 11.45 in Moabit von Zielfahndern vollstreckt. Für Totschlag liegt die Strafe bei mindestens fünf Jahren Gefängnis.

Der damals 26 Jahre alte Jahre alte Beschuldigte soll nach Angaben der Polizei den Tod des 69-Jährigen billigend in Kauf genommen haben. Er soll zudem mit weit über 100 km/h unterwegs gewesen sein und mehrere rote Ampeln überfahren haben. An der Kreuzung Nürnberger Straße und Tauentzienstraße rammte der Raser das Fahrzeug eines 69-Jährigen. Der Mann starb noch am Unfallort, sein Wagen wurde etwa 70 Meter weit in Richtung Wittenbergplatz geschleudert.

Die beiden Raser im Alter von 27 und 24 Jahre hatten nach dem folgenschweren Unfall am 1. Februar noch selbst aus ihren Fahrzeugen aussteigen können.

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Die Raser waren mit einem Mercedes AMG und einem Audi A6 unterwegs. Beide Fahrzeuge waren jeweils auf die Fahrer zugelassen.

Immer wieder machen zurzeit Raser in Berlin von sich reden. Erst am Morgen war es zu einem schweren Unfall in Moabit gekommen.