Charlottenburg

Installation "Perle aus Licht" erhellt Bahnbrücke am Zoo

Die neue Lichtinstallation unter der Bahnbrücke an der Hardenbergstraße am Bahnhof Zoo wird angeschaltet. Bis dahin hat es vier Jahre gedauert. Damit fehlt nur noch eine Lichtperle.

Foto: Anne Boissel

Es hat lange gedauert, fast vier Jahre, am Montag ist es soweit: Die neue Lichtinstallation unter der Bahnbrücke an der Hardenbergstraße am Bahnhof Zoo wird angeschaltet. Zuerst werden Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD), Ingulf Leuschel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für das Land Berlin, und Klaus-Jürgen Meier, Vorstandsvorsitzender AG City e.V., ab 17 Uhr die neue Beleuchtung erläutern, gegen 17.30 Uhr wollen sie dann gemeinsam mit einem symbolischen Knopfdruck das Licht einschalten.

Die künstlerische Illumination an der Bahnbrücke Hardenbergstraße ist eine von drei "Perlen aus Licht" in der City West. Die Kosten für alle drei neuen Brückenbeleuchtungen, mit denen die dunklen Unterführungen in der City West erhellt werden sollen, werden auf fast eine Million Euro geschätzt. Die Brücke über der Bleibtreustraße wurde bereits im September 2013 beleuchtet, die Beleuchtung der Bahnbrücke über der Kantstraße soll nach Auskunft von Silke Wiesenhütter, die das Projekt Aktives Zentrum City West koordiniert, möglichst noch im Februar erfolgen.

AG City übernimmt Bürgschaft

Die Illuminationen der drei Bahnbrücken werden aus Fördermitteln des Bund-Länder-Programms "Aktive Zentren" mit Geld vom Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung bezahlt. Aber auch private Sponsoren wie die Bahn haben dazu beigetragen, dass es unter den Brücken heller und sogar künstlerisch wird. So hat die Arbeitsgemeinschaft City für alle drei Brücken die Wartungs- und Betriebskosten für die kommenden zehn Jahre mit einer Bürgschaft abgesichert. Sie hat auch bei Anrainern und Firmen Geld gesammelt, um den Betrieb und die Wartung zu zahlen.

Für die Brücke über der Hardenbergstraße hatte sich im Rahmen eines Ideen- und Realisierungswettbewerbs im Jahr 2011 die Lichtarchitektin Anne Boissel mit ihrem Entwurf zur künstlerischen Gestaltung der Brückenunterseite durchgesetzt. Das Preisgericht lobte das "warme, positive Licht-Raum-Ambiente" des Entwurfs. Das Konzept gehe auf die "charmante Ruppigkeit" der Brückenkonstruktion ein und respektiere sie auf eine "unaufgeregte Art".

Anne Boissel hat sich nach Informationen des Aktiven Zentrums City West beharrlich dafür eingesetzt, dass die Fördermaßnahme auf die beiden Stirnseiten der Brücke ausgeweitet wurde. Die künstlerische Beleuchtung der Stirnseiten wurde so mit Unterstützung des Bezirksamtes, der Bahn sowie weiterer Sponsoren finanziell möglich. Das künstlerische Lichtspiel an den Seiten erinnert an fahrende Züge.

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